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BAuA-Bericht So bleiben Sie trotz flexiblem Arbeiten gesund

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Die fortschreitende Digitalisierung ebnet den Weg zu orts- und zeitflexiblem Arbeiten. Das hat aber nicht immer nur Vorteile wie BAuA-Bericht „Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Gesundheitliche Chancen und Risiken“ zeigt. Er weist aber auch Wege auf, wie die Arbeit von morgen für alle gelingen kann.

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BAuA-Bericht zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten empfiehlt grßen Einfluss der Beschäftigten auf die Gestaltung, um gesundheitlichen Risiken entgegenzuwirken.
BAuA-Bericht zum orts- und zeitflexiblen Arbeiten empfiehlt grßen Einfluss der Beschäftigten auf die Gestaltung, um gesundheitlichen Risiken entgegenzuwirken.
(Bild: CC0 / CC0 )

Dortmund (WÜH) – Auch in der Chemie- und Pharmaindustrie wird die Digitalisierung die Arbeit zunehmend von Zeit und Raum entkoppeln. Wie der Bericht „Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Gesundheitliche Chancen und Risiken“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt, kann sich flexibles Arbeiten als Belastungsfaktor auswirken und die Gesundheit der Beschäftigten schädigen. Das umfasst körperliche und psychische Beschwerden.

Ortsflexibles Arbeiten gelingt mit Selbstbestimmtheit

Ortsflexibles Arbeiten gelingt mit Selbstbestimmtheit

Bei der ortsflexiblen Arbeit gibt es zwei Formen – die berufsbedingte und die berufsassoziierte Mobilität. Im ersten Fall findet die Arbeit selbst an wechselnden Orten statt, wohingegen berufsassoziierte Mobilität der eigentlichen Arbeitszeit vor- beziehungsweise nachgelagert ist. Etwa jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland gehört zu den Pendlern. Dabei wirkt sich besonders die Pendeldauer auf die Gesundheit der Beschäftigten aus. Im Vergleich zu Nichtmobilen verdoppelt sich für Pendler, die mindestens eine Stunde pro Strecke unterwegs sind, das Risiko für einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand, generelle Stressbelastungen sowie für depressive Verstimmungen. Gesundheitliche Risiken ergeben sich sowohl für jüngere als auch für ältere Beschäftigte sowie insbesondere für Frauen und für Beschäftigte mit Kindern. Ein großer Handlungsspielraum und ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit können jedoch diese Belastungen verringern.

Zeitflexibles Arbeiten braucht entsprechende Ruhephasen

Zeitflexibles Arbeiten braucht entsprechende Ruhephasen

Zeitflexible Arbeit wirkt sich sowohl auf die Dauer als auch auf die Lage und Verteilung der Arbeit aus. Damit beeinflusst sie direkt das familiäre und gesellschaftliche Leben sowie die Gesundheit der Beschäftigten. Fallen Ruhezeiten regelmäßig aus oder müssen sich Beschäftigte auch außerhalb ihrer Arbeitszeit häufig um berufliche Belange kümmern, kann es zu negativen Beanspruchungsfolgen kommen. Dazu gehören neben mangelnder Erholung geringe Schlafqualität sowie verstärkte körperliche und psychische Beschwerden. Auch mit zunehmender Dauer der Arbeitszeit steigen die gesundheitlichen Beschwerden an. Unter anderem treten vermehrt körperliche Beschwerden wie Schmerzen in Nacken, Kreuz und Rücken, aber auch psychische Beschwerden wie Nervosität und Niedergeschlagenheit auf. Daher sollte die Praxis auf ausreichende Ruhezeiten achten, in denen die Beschäftigten von der Arbeit abschalten können.

Die Ergebnisse zeigen, dass orts- und zeitflexible Arbeit als Belastungsfaktor wirken kann. Gleichzeitig stellt der Bericht Ressourcen heraus, die diesen Belastungen positiv entgegenwirken können. Dazu gehören beispielsweise Einflussmöglichkeiten auf die Arbeit und soziale Unterstützung. Um Mobilität gesundheitsförderlich zu gestalten, sind zeitliche Puffer ein wichtiges Element. Variable Arbeitszeiten wie Rufbereitschaft oder Bereitschaftsdienst sollten gut planbar und vorhersehbar sein und den Beschäftigten den größtmöglichen Einfluss auf die Gestaltung erlauben.

Den Bericht im PDF-Format gibt es im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen

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