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Drucklufterzeugung 4.0 Smarte Drucklufterzeuger sorgen für Effizienz

| Autor / Redakteur: Marcus Jungkunst, Daniela Koehler* / Wolfgang Ernhofer

Vom unvollständigen Einzelgerät geht die Entwicklung zur vollständig vernetzten Komplettstation, die Daten liefert, die überall bequem abrufbar und auswertbar sind: Industrie 4.0 hält Einzug im Gebläsebereich und bringt so höchste Energieeffizienz und Kostenersparnis.

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Steuerungen, die in die Gebläse integriert sind, ermöglichen es, die gewonnen Daten zu nutzen
Steuerungen, die in die Gebläse integriert sind, ermöglichen es, die gewonnen Daten zu nutzen
(Bild: Kaeser)

Industrie 4.0 bedeutet, dass alle Komponenten einer Station optimal aufeinander abgestimmt und gesteuert, am Bedarf des Anwenders orientiert, arbeiten. Aus dem Prozess werden durch Echtzeitüberwachung Daten gewonnen, übertragen und ausgewertet. Die Ergebnisse dienen dazu, potenzielle Störungen frühestmöglich vorauszusehen und ihnen durch rechtzeitiges Eingreifen zuvor zu kommen. Außerdem ermöglichen die Daten eine weitere Verbesserung der Produkte und – falls sich in der Produktion Veränderungen ergeben – eine möglichst schnelle Anpassung und Optimierung der Anlage.

Das ist ähnlich wie bei einem Orchester, bei dem die Musiker nicht nur für sich selbst irgendwelche Töne produzieren, sondern das, geführt von einem Dirigenten, harmonisch zusammenspielt. Aus diesem Zusammenspiel entsteht ein musikalisches Werk. Der Dirigent erkennt frühzeitig, anhand des Spiels der einzelnen Musiker, wo eventuell Übungs- oder Harmonisierungsbedarf herrscht und gibt rechtzeitig ein entsprechendes Feedback, tauscht eventuell sogar Musiker aus oder kann absehen, wann ein Musiker ausscheidet oder weitere Musiker benötigt werden. Dies erfordert vor allem eines: Kommunikation. Sowohl zwischen Menschen, als auch zwischen Maschinen, und – im Fall von Indus­trie 4.0 – zwischen Maschine und Mensch.

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Möglich geworden ist dies im Gebläsebereich erst durch die Weiterentwicklung von ehemals so genannten unvollständigen Maschinen (bestehend aus Verdichterblock, Kraftübertragung, Motor, Schalldämpfer sowie Ventilen, oft irgendwie an die Stromversorgung angeschlossen und kaum überwacht), hin zu vollständigen Maschinen (mit integrierter Vollüberwachung, elektrischem Leistungsteil wie z.B. Frequenzumrichter und der Möglichkeit zur umfassenden Kommunikation von Betriebs- und Zustandsdaten). Dies gilt sowohl für innovative Drehkolben- als auch für Schraubengebläsen.

Flexiblere Ansteuerung der Maschine

Durch die Steuerungen und die Komplettbauweise sind diese Maschinen inzwischen auch kompatibel mit den Absichten, die sich hinter dem Begriff Industrie 4.0 verbergen. Diese auch als 4. Industrielle Revolution bezeichnete Umwälzung in der Industrieproduktion erfordert als Grundlage die Möglichkeit einer umfassenden Kommunikation von Maschine zu Maschine bzw. mit einem übergeordneten Prozessleitsystem im Rahmen der fortschreitenden Vernetzung und Digitalisierung. Ziel ist eine flexiblere Ansteuerung der Maschine sowie die Diagnostik deren Betriebs-und Zustandsdaten in Echtzeit (so genanntes Condition Monitoring), um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) zu betreiben.

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