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China Market Insider Sinopec weiht größten Raffinerie- und Petrochemiekomplex ein

| Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Der bislang größte Raffinerie- und Petrochemiekomplex des chinesischen Konzerns Sinopec ist offiziell in Betrieb genommen worden. „Zhongke Refining & Petrochemical“ ist selbst für einen Mineralöl-Riesen ein neuer Meilenstein. Mit einer Jahreskapazität von 4,2 Millionen Tonnen ist es der größte katalytische Cracker für Schweröl des Konzerns.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Der gigantische Verbund ist in einer Online-Zeremonie offiziell in Betrieb genommen worden. Es handele sich um die größte Investition, die Sinopec in den letzten fünf Jahren getätigt hat, hieß es. Mit insgesamt 44 Milliarden chinesischen Yuan (rund 5,6 Milliarden Euro) ist ein Verbund mit 18 Ölraffinerie-Anlagen und zehn petrochemischen Fabriken errichtet worden.

„Die Realisierung dieses Projektes wird einen großen Einfluss auf Chinas Raffinerie- und Chemieindustrie haben”, kommentierte das Nachrichtenportal sina.com. Als Beleg dafür wurde die Polypropylen-Extrusionsanlage mit einer Jahreskapazität von 350.000 Tonnen angeführt, ein Teil des neuen Verbundes. Sie sei komplett mit heimischer Technik entwickelt und errichtet worden. Mehrere Kommentatoren in China feierten den Lokalisierungsgrad von 95 % des Gesamtkomplexes als Sieg über ausländische Konkurrenten. „Deutschland und Japan haben lange diese Technologie und diesen Markt monopolisiert”, schrieb etwa sina.com über die Polypropylen-Extrusionsanlage. Dies habe die stabile und langfristige Entwicklung der chinesischen petrochemischen Industrie „schwer behindert“, hieß es in dem Bericht. Damit sei nun endlich Schluss.