Petrochemie Sinopec und Sibur rücken fester zusammen

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die beiden Petrochemie-Konzerne Sinopec (China) und Sibur (Russland) haben anlässlich eines Staatsbesuches des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China bekannt gegeben, ihre Partnerschaft zu vertiefen. Sinopec erwirbt demnach Anteile an Sibur und wird zum „strategischen Gesellschafter“.

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Sinopec steigt als strategischer Investor bei Sibur ein (im Bild: Gaszerlegungsanlage von Sibur in Tobolsk, Gebiet Tjumen).
Sinopec steigt als strategischer Investor bei Sibur ein (im Bild: Gaszerlegungsanlage von Sibur in Tobolsk, Gebiet Tjumen).
(Bild: Sibur)

Beijing/China – Die Transaktion sei ein wichtiger Schritt für beide Partner, ihre bestehende strategische Zusammenarbeit zu festigen, heißt es. So soll die Transaktion zwischen Sinopec und Sibur die führende Marktpositionen beider Unternehmen ebenso festigen wie die Partnerschaft zwischen Russland und China. Bereits 2013 und 2014 hatten die beiden staatsnahen petrochemischen Konzerne jeweils Joint Ventures zum Bau von Synthesekautschukwerken in beiden Ländern geschlossen.

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Über die Höhe der für Sinopec vorgesehenen Beteiligung und über den Umfang des finanziellen Engagements der Chinesen wurden keine Angaben gemacht.

Wang Yupu, Vorstandschef von Sinopec, kommentierte: „Siburs vertikal integriertes Upstream- und Petrochemie-Geschäft ergänzt sich hervorragend mit Sinopecs Geschäften. Diese Transaktion stimmt mit unserem Ziel überein, unser Petrochemie-Geschäft in Übersee strategisch zu erweitern. Sie wird dazu beitragen, unsere langfristige Beschaffung von petrochemischen Produkten zu sichern und auszuweiten.“

Leonid Mikhelson, Vorstandschef von Sibur, ergänzt: „Die Zusammenarbeit mit Sinopec ist ein klares Vetrauenssignal eines weltweit führenden Energie- und Chemieunternehmens in Siburs hohes wirtschaftliches Potenzial und die Wachstumsperspektiven. Wir freuen uns, Sinopec als strategischen Gesellschafter gewinnen zu können, dessen Beteiligung zur effizienten Umsetzung großer Projekte beitragen wird.“

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