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Studie: Übernahme-Trend

Sind Übernahmen ein geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft?

| Redakteur: Tobias Hüser

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie zeichnet sich seit geraumer Zeit ein klarer Übernahme-Trend ab. Fast 60 % der Unternehmen in diesem Bereich waren kürzlich an M&A-Prozessen aktiv beteiligt. Die Stärkung der Innovationskraft gilt als einer der Hauptfaktoren für die Übernahme-Aktivitäten. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Bearing Point.

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Kann Innovation durch Übernahmen gesteigert werden?
Kann Innovation durch Übernahmen gesteigert werden?
( Bild: Bobo - Fotolia )

Frankfurt – Eine Erklärung für die steigende Anzahl der Akquisitionen ist laut Studie die Tatsache, dass dabei neben dem reinen Wachstum und der Erschließung neuer geographischer Märkte auch der Wunsch nach der Stärkung der Innovationskraft und somit die Sicherung der Zukunftsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielt. 52 % der befragten Führungskräfte (insgesamt wurden 80 Führungskräfte aus der Chemie- und Pharmabranche befragt) sehen M&A-Deals als geeignetes Mittel, die Innovationskraft der eigenen Organisationen zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es jedoch, einige Aspekte zu beachten.

Link zur Studie Die komplette Studie „M&A - ein geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft?“ können Sie auf der Seite von Bearing Point kostenlos herunterladen. Weitere interessante Studien und Positionspapiere aus Bereichen wie beispielsweise Gehalt, Personal, Industrie, Pharma, Produktion oder auch Biotechnologie finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Das Bewahren der Unternehmenskultur im Zuge der Übernahme ist essentiell zum Erhalt der Innovationskraft. Dass bei der Akquisition eines dynamischen, innovativen Unternehmens die Kultur erhalten bleiben muss, glauben auch über 70 % der Studienteilnehmer. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht das Übertragen klassischer Konzernstrukturen und -prozesse auf die erworbene Firma als klare Gefährdung für eine nachhaltige und erfolgreiche Integration. Eine weitere Herausforderung in diesem Prozess sind für 75 % der Befragten die oft langsamen und unklaren Entscheidungswege des erwerbenden Unternehmens. Und immer noch die Hälfte sieht intransparente Konzern-Governance als klares Integrationshindernis bei Akquisitionen.