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Filteranlagen Silofilter sichern Umschlag in Baustoffanlagen

| Redakteur: Sabine Mühlenkamp

Fertige Baustoffmischungen, wie Mörtel oder Transportbeton, erleichtern vielerorts die Arbeit. Für deren Herstellung benötigt man nicht nur die richtige Mischung, sondern trägt auch Verantwortung für die Umwelt. Für eine sichere Abluftreinigung, etwa bei der Abfüllung in Silofahrzeuge, kommen nun neue Silofilter zum Einsatz.

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Besonders markant ist die klappbare Wetterschutzhaube des Silofilters – das Innere, die Fähigkeit zur Staubrückhaltung dürfte jedoch die wichtigere Funktion sein.
Besonders markant ist die klappbare Wetterschutzhaube des Silofilters – das Innere, die Fähigkeit zur Staubrückhaltung dürfte jedoch die wichtigere Funktion sein.
(Bild: Infastaub)

Man stelle sich vor, Zement, Sand und Kies würden einzeln zu einer Baustelle transportiert und dort mühsam von Hand vermischt. Eine konstante Mörtelqualität kann mit dieser „Zufallsmischung“ nicht erreicht werden. Erst 1936 revolutionierte der amerikanische Bauingenieur Arthur C. Avril das Bauwesen, indem er erstmals fertig vorgemischten und abgepackten Trockenmörtel unter dem Produktnamen Sakrete vermischte. Eine konstante Mörtelqualität konnte nun garantiert werden. Auch heute noch ist die Sakret-Gruppe Hersteller von Mörtel auf dem europäischen Markt.

Im norddeutschen Werk Henstedt wurden Zementsilos mit acht Siloaufsatzfiltern von Infastaub ertüchtigt. Die Patronenfilter vom Typ Infa-Jetron AJB gewährleisten die staubfreie, pneumatische Befüllung der Silos durch Silofahrzeuge. Der Infa-Jetron AJB Silofilter ist ein vollautomatisch arbeitendes Silofilter zur Entstaubung der Abluft aus druckpneumatisch befüllten Silos oder Behältern. Durch ständige Verbesserungen optimiert und erweitert Infastaub die Einsatzfähigkeit des AJB, so z.B. durch die druckstoßfeste Kons­truktion bis 1,0 bar Ü, welche in Explosionsversuchen nachgewiesen wurde.

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Eine spezielle Ausführung für Tieftemperaturen bis -40 °C ist ebenso verfügbar wie eine Version für Lebensmittel, in der alle produktberührenden Komponenten nach Verordnung EU 1935/2005 und EU 10/2011 zugelassen sind.

Trennung von Staub und Gas

Während der Befüllung entsteht im Inneren des Silos eine Staubwolke, die durch den Förderdruck aus dem Silo verdrängt wird. Ab hier erfüllt der Siloaufsatzfilter zwei Funktionen. Die verdrängte Luft entweicht durch das Filtergerät aus dem Silo und ein Druckausgleich findet statt. Wichtigste Funktion jedoch ist die Trennung von Staub und Gas am Filterelement, sodass saubere Luft entweichen kann und der maximal zulässige Reststaubgehalt sicher eingehalten wird. Die zu reinigende Luftmenge je Siloaufsatzfilter beträgt bei diesem Projekt max. 900 m3/h während der Förderung und 2700 m3/h im Endschwall. Marcus Neumann, stellvertretender Betriebsleiter, ist sehr zufrieden mit den neuen Filteranlagen, da nun schneller befüllt werden kann und die Umgebung sauber bleibt. Hierbei helfen die in den Filtern integrierten Druckschalter. Der erste Druckschalter aktiviert die Filterabreinigung bei Überdruck im Silo, der durch die Befüllung entsteht. Der zweite Druckschalter hilft bei zu schneller Befüllung der Silos, den Endschwall auf ein Maß zu reduzieren, dass die Überdruckklappen auf den Silos nicht öffnen und die Umgebung sauber bleibt. Die Endschwallbegrenzung erfolgt durch bauseitige Quetschventile in der Befüllleitung, die durch den zweiten Druckschalter aktiviert werden.

Saubere Arbeitsumgebung

Fertiger Transportbeton erleichtert das Leben auf der Baustelle ebenfalls erheblich. Bis dieser jedoch tatsächlich einsatzfähig ist, wird er in speziellen Werken aus Zement, Sand und sonstigen Zuschlagstoffen mit Wasser gemischt. Einer der Spezialisten hierfür ist das norddeutsche Unternehmen Kies Beton Krebs. In den vergangenen Jahren wurden bereits die Zement- und Flugaschesilos des Unternehmens in den Werken Neumünster und Schönkirchen mit Infastaub-Filteranlagen ausgerüstet.

Für das Werk Hüllerup wurden nun ebenfalls Filteranlagen für die Entstaubung der Silobefüllung und ein Taschenfilter der Baureihe Infa-Jet AJN für die Entstaubung des Betonmischers installiert. Beim Taschenfiltersystem handelt es sich um ein flexibles Baukastensystem für die kontinuierliche Entstaubung an Maschinen und Arbeitsplätzen.

Die umfangreiche Modellreihe eignet sich für Volumenströme von etwa 100 m3/h bis etwa 25 000 m3/h. Annähernd jede Kombination der Bauart – hoch, niedrig, rund oder eckig – ist realisierbar. Während der Filtrationsphase erfolgt die Abreinigung der Filtertaschen oder Faltfilterelemente in regelmäßigen Intervallen durch Druckluftimpulse (Jet-Abreinigung). Die Anlage gewährleistet eine saubere Arbeitsumgebung und einen reibungslosen Herstellungsprozess in dem neu verkleideten Mischturm. Zur störungsfreien Abwiegung der Betoninhaltsstoffe wurde der Aspirationsstutzen der Waage ebenfalls an die Filteranlage angeschlossen. Die Staubbeladung beläuft sich auf 1 bis 5 g/m3 bei einem Volumenstrom von 20 m3/min. Aufgrund der Feuchte aus dem Mischer wurde ein Filtermedium mit einer hydrophoben Beschichtung gewählt.

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