Sicherheitsmodul Sicherheitsfunktionen direkt im Feld überwachen

Redakteur: Ute Drescher

Mit einem neuen digitalen Modul lassen sich Sicherheitsfunktionen dezentral im Feld überwachen.

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Sind direkt vor Ort: Die neuen digitalen Eingangsmodule in IP67 Ausführung kommen ohne Schaltschrank und können bis zu 64 Sensoren überwachen. Bilder: Pilz
Sind direkt vor Ort: Die neuen digitalen Eingangsmodule in IP67 Ausführung kommen ohne Schaltschrank und können bis zu 64 Sensoren überwachen. Bilder: Pilz
( Archiv: Vogel Business Media )

Was tun, wenn der Schaltschrank aus allen Nähten platzt, sich meterlange Kabel von der Maschine in Richtung Schaltschrank schlängeln und die Installation immer aufwendiger wird? Die Antwort könnte lauten: Raus mit den Modulen aus dem Schrank und rein ins Feld. Das neue digitale IP67-Modul von Pilz, mit dem sich Sicherheitsfunktionen dezentral im Feld überwachen lassen, macht es möglich.

Erstmals lässt sich ein sicherheitsgerichtetes IP67-Modul dabei an verschiedene Auswerteeinheiten anschließen: an das konfigurierbare Steuerungssystem PNOZ-Multi, das konfigurierbare Sicherheitsschaltgerät PNOZ-Multi Mini und zukünftig auch an das Automatisierungssystem PSS 4000.

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Eine Lösung, die mit minimalem Aufwand für Planung, Konstruktion und Installation einhergeht und zudem Platz im Schaltschrank schafft. Die digitalen Eingangsmodule werden mit einer einfachen Schraubmontage direkt vor Ort installiert.

Die Handhabung ist dabei wesentlich einfacher als bei einem Feldbussystem, da es keinen Busabschlusswiderstand oder separate Adressen gibt. Die Kommunikation mit der Auswerteeinheit erfolgt über eine sichere Datenverbindung.

Eingangsmodul überwacht bis zu 64 Sensoren

Das dezentrale Eingangsmodul kann bis zu 64 Sensoren im Feld dezentral überwachen. Diese Lösung kommt ohne vor-Ort-Schaltschrank und mit nur einem Kabel für Kommunikation und Versorgung aus und kann so dazu beitragen, Kosten zu reduzieren. Die Auswertung der Signale übernimmt ein Steuerungssystem.

Kommt dafür das konfigurierbare Steuerungssystem PNOZ-Multi zum Einsatz, können sich Anwender zusätzlich die Vorteile der PNOZ-Multi-Familie zunutze machen: frei und intuitiv am PC konfigurierbar, Diagnose sowie die Option, mit nur einem Gerät viele Sicherheits- und Standardsteuerungsfunktionen zu realisieren.

Weiterer Pluspunkt: Mit Hilfe dieser Eingangsmodule lassen sich auch kontaktbehafte Sensoren nach PL e der EN ISO 13849-1 und SIL 3 der EN/IEC 62061 vor Ort anschließen. Die dafür erforderliche Plausibilitätsprüfung übernimmt das Steuerungssystem.

Umfassendes Sicherheitskonzept für die Sinterung

Die Module für die dezentrale Peripherie bieten Perspektiven für Anlagen, in denen es eine Vielzahl von Sensorsignalen auszuwerten gilt. Dies macht sich bereits die FCT-Systems GmbH mit Sitz in Rauenstein zu Nutze. Das Unternehmen ist Experte für Hochtemperatursinteranlagen und entsprechende komplette Fertigungskonzepte.

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