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Versuche zum Batterierecycling unter Schutzatmosphäre Sichere Zerkleinerung von Lithium-Ionen-Batterien

Quelle: Pressemitteilung

Lithium-Ionen-Batterien zu recyceln, ist eindeutig ein heikles Unterfangen: Selbst bei vollständig entladenen Batterien besteht immer ein Restrisiko, dass es bei der Zerkleinerung zu einem Kurzschluss im Inneren der Batteriezelle kommt. Zudem entstehen während des Prozesses hochgiftige Stoffe, wie extrem ätzende Flusssäure. BHS-Sonthofen entwickelte in Zusammenarbeit mit TÜV Süd und der zugelassenen Überwachungsstelle ZÜS ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept der Testanlage.

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Versuchsanordnung zur Zerkleinerung von kontrollierten, tiefenentladenen Batteriemodulen mit Rotorschere VR 1215 (umgebaute Standardmaschine) und NGU 0513 (umgebaute Standardmaschine) jeweils in inerter Ausführung.
Versuchsanordnung zur Zerkleinerung von kontrollierten, tiefenentladenen Batteriemodulen mit Rotorschere VR 1215 (umgebaute Standardmaschine) und NGU 0513 (umgebaute Standardmaschine) jeweils in inerter Ausführung.
(Bild: BHS)

Zunächst kontrolliert BHS, dass die zu zerkleinernden Batterien auch tatsächlich vollständig tiefenentladen sind. Erst dann werden sie der Zerkleinerung zugeführt. Zum Einsatz kommen eine Rotorschere (Typ VR) zur Vorzerkleinerung und ein Universal-Shredder (Typ NGU) für den Hauptaufschluss des Materials, was zum Vorkonditionieren für die nachgeschalteten Aufbereitungsschritte wie Trocknen sowie Klassieren und Sortieren notwendig ist. Beide Zerkleinerungsmaschinen sind gasdicht ausgeführt und werden mit Stickstoff geflutet. Drucksensoren und Durchflussmesser überwachen den Zufluss von Stickstoff.

Prüfen des Restsauerstoffgehalts

Weitere Sensoren im Inneren der beiden Maschinen prüfen zusätzlich den Restsauerstoffgehalt. Temperatur- und weitere Drucksensoren in den Zerkleinerern überwachen den Prozess selbst. Bei einem plötzlichen Druckanstieg reagiert die Steuerung und bricht den Zerkleinerungsprozess automatisch ab. Sollte es durch Kurzschlüsse oder spontane Umpolungen in den Batteriezellen dennoch zu einem Brand kommen, lassen sich die Maschinen komplett mit Wasser fluten. Damit kein kontaminiertes Wasser in die Umwelt gelangt, stehen beide Maschinen in einer Wanne.

Die ZÜS übernimmt einmal im Jahr die Kontrolle und prüft eventuelle Anpassungen im Prozess.

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