Industrie 4.0

Sichere Datenübertragung ist Voraussetzung für Industrie 4.0

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Norm IEC 62443 schafft einen Rahmen für die Sicherheit von Industrie 4.0

Norbert Sasse, Leiter Vertriebliches Produktmanagement bei Bosch Rexroth, erklärt: „Erstmals schafft hier die teilweise schon freigegebene internationale Norm IEC 62443 (IT-Sicherheit für industrielle Leitsysteme – Netz- und Systemschutz) einen Rahmen mit Bewertungsmaßstäben für Industrial Security. Eine Schlüsselrolle spielen dabei nicht zuletzt organisatorische Maßnahmen, um das Bewusstsein für Industrial Security zu etablieren.“

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Trotzdem sind sich die Fachleute der Unternehmen einig, dass Security noch ein Problem ist. „Für hinreichende Sicherheit gegen Angriffe von außen darf es mit Blick auf Industrie 4.0 in Zukunft keine proprietären Schnittstellen und geschlossenen Dateiformate mehr geben“, fasst Stefan Schönegger, Marketingmanager bei B&R, zusammen. Und Norbert Sasse ergänzt: „Hierzu zählt insbesondere eine offene Ethernet-Kommunikation zur Anbindung der echtzeitbasierten Maschinensteuerung mit Nicht-Echtzeit-Anwendungen, wie beispielsweise Web-basierten Applikationen oder Cloud-Diensten. Bosch Rexroth stellt dazu seinen Kunden einen Industrial-Security-Leitfaden zur Verfügung.“

Wichtig ist Security by Design

Wichtig ist es, integrierte, benutzerfreundliche Sicherheitskonzepte, -architekturen und -standards zu etablieren, die eindeutige und sichere Identitätsnachweise für Produkte, Prozesse und Maschinen mit sicherem Informationsaustausch entlang des gesamten Produktionsprozesses zulassen. Auf jeden Fall ist Security by Design wichtig, also die Berücksichtigung von IT-Sicherheit bereits in Planung und Entwurf.

Bei Mitsubishi und Fanuc hat man dem Faktum Rechnung getragen, dass die Windowswelt bei Würmern und ähnlichem Cybergetier sehr beliebt ist, und eine radikale Trennung vollzogen. Thomas Lantermann, Senior Business Development Manager bei Mitsubishi Electric Europe, sagt: „Wir bieten unseren Kunden ein System, bei dem die Daten direkt mit der MES/ERP-Welt kommunizieren können – mit und ohne Cloud-Unterstützung.“

Mitsubishi hat dazu eigene schnelle Netzwerke entwickelt, in der Gewissheit, dass viele Kunden der Cloud (noch) misstrauen. „Unser C-Application-Server und die SPS-Schnittstellen bieten die Verbindung zum Internet und der Cloud plus die nötigen Protokolle und Sicherheiten. Diese basieren auf einem sichereren Realtime Operating System und nicht auf Windows. Damit haben unsere Kunden die Möglichkeit, auch das Internet zu nutzen, wenn sie es wollen“, so Lantermann. Mitsubishi nennt seine Lösung Open Security.

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