Betriebshygiene: Wanddurchführungssystem Sicher und hygienisch durch die Wand

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie können Leitungen von einem Raum in den anderen sicher verlegt werden? Antworten darauf gibt ein neues Wanddurchführungssystem.

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Wie gestaltet man eine Wanddurchführung so, dass das Wachstum von Bakterien wirkungsvoll verhindert wird, aber gleichzeitig eine sichere Abschottung der Räume voneinander möglich ist?
Wie gestaltet man eine Wanddurchführung so, dass das Wachstum von Bakterien wirkungsvoll verhindert wird, aber gleichzeitig eine sichere Abschottung der Räume voneinander möglich ist?
(Bild: Mogema)

Oft ist schon zu Beginn einer Anlagenplanung oder bei Nachrüstungen und Umbauten das Thema Wanddurchführungen unter Wahrung der Hygieneerfordernisse mit vielen Fragezeichen versehen. Zwar sind konstruktive Lösungen im Bereich der Betriebshygiene gefragter denn je, um unerwünschte, bakterielle Kontaminationen zu verhindern, doch der Teufel steckt häufig im Detail.

Am Anfang stehen viele Fragen: Die wichtigste ist sicherlich, wie eine mögliche Bakterienbelastung später an nicht mehr oder nur schwer zugänglichen Stellen, insbesondere in Mikroklimabereichen, verhindert wird. Benötigt wird ein zuverlässiges Bausystem, welches ohne das Risiko reißender oder schrumpfender Fugendichtungsmittel eingesetzt werden kann.

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Zudem müssen eventuelle Leckagen kontrolliert werden, die auf häufig auftretende minimale Bewegungen des Leitungssystems durch anlagenseitig aufgebrachte Vibrationen zurückzuführen sind. Auch muss geklärt werden, wie das Risiko eines ungewollten Eindringens fließfähiger Produkte in Wand und Decke minimiert werden kann. Wie wird z.B. beim Einsatz einer Schaumreinigungsanlage das Eindringen von Flüssigkeit in Wand und Decke vereitelt?

Viele Faktoren zu berücksichtigen

Prinzipiell muss eine dichte und saubere Raumabschottung im Durchführungsbereich gewährleistet sein. Auch sollten thermische Belastungen im Durchführungsbereich eliminiert werden. Abschließend muss auch darüber nachgedacht werden, was bei einem Austausch oder Umbau des Leitungssystems passiert und wie die Wand- und Deckendurchführungen für eine problemlose Wiederverwendung gestaltet sein müssen, ohne die Wand oder Decke anzutasten?

Mogema hat eigens für Hygienebereiche das Konstruktionsprinzip einer Wanddurchführung komplett überdacht und neu gestaltet. Das Ergebenis ist die Wanddurchführung KWD-Baktex. Bei diesem Systembauteil wird der Wandquerschnitt lediglich durch eine für die Leitungsdurchführung gedachte Kernbohrung angetastet. Weitere Bohrlöcher, z.B. für Wandverschraubungen o.Ä., sind im Gegensatz zu vielen handelsüblichen Produkten nicht notwendig.

Neue Wege für die Durchführung

Clou des Systems ist ein Edelstahlpassstück, erhältlich in unterschiedlichen Qualitäten und Querschnitten, welches mit einer speziell entwickelten Quetschverschraubung versehen ist. Dieses Edelstahlpasstück wird bündig in die Kernbohrung in die Wand oder die Decke eingelassen. Vorgefertigte Dichtungsprofile, vorzugsweise aus den Werkstoffen Silikon, Chloropren-Kautschuk – besser bekannt unter dem Markennamen Neopren, EPDM und weitere, sorgen für eine flächenbündige Dichtungsebene.

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Durch die Quetschverschraubung werden mithilfe eines Flansches die Dichtungen druckbeaufschlagt, wodurch Wandunebenheiten durch Beschichtung oder Oberflächenstrukturen ausgeglichen werden. Gleichzeitig wird hierdurch eine umlaufende Dichtungsebene erzeugt, die ein Eindringen von Flüssigkeiten verhindert. Pastöse oder flüssige Dichtungsmittel sind überflüssig. Somit ist sichergestellt, dass fließfähige Medien den Wandquerschnitt nicht erreichen. Die Betriebshygiene ist gewahrt.

In Kombination mit dem Pipetite-Dichtsystem lässt sich eine komplette Raumschottung realisieren. So wird die Verbindung komplett abgedichtet, ohne dass Feuchtigkeit in Zwischenräume dringen kann und so die Bildung von Bakterien verhindert wird. Die Manschette erlaubt signifikante Rohrbewegungen, ohne dass die Dichtung dabei beschädigt oder die Abdichtung zwischen Wand und Rohr verschoben wird. Die KWD-Baktex ist mit zugelassenen Brandschutzsystemen kombinierbar, sodass im Bedarfsfall und in der Regel den üblichen Brandschutzanforderungen Rechnung getragen wird.

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