Geschäftszahlen SGL Group verzeichnet solides Ergebnis im ersten Halbjahr 2016

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das künftige Kerngeschäft der SGL Group hat sich im ersten Halbjahr solide entwickelt. Das EBIT vor Sondereinflüssen aus fortgeführten Aktivitäten ohne den Geschäftsbereich Performance Products (PP) verbesserte sich auf 9,6 Millionen Euro. Dazu trug vor allem der Geschäftsbereich Composites – Fibers & Materials (CFM) bei. Bereinigt um Einmaleffekte aus dem Vorjahr legte das EBIT von Graphite Materials & Systems (GMS) ebenfalls zu.

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Der Hauptsitz der SGL Group ist in Wiesbaden.
Der Hauptsitz der SGL Group ist in Wiesbaden.
(Bild: SGL Group)

Mit 379,4 Millionen Euro lag der Umsatz der SGL Group aus fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr nahezu auf dem Vorjahreswert. Dagegen drehte das EBIT nach Sondereinflüssen von minus 3,3 Millionen auf 9,6 Millionen Euro. Beim Finanzergebnis verzeichnete der Konzern einen leichten Rückgang von minus 23,2 Millionen auf minus 25,9 Millionen Euro.

Mit 379,4 Millionen Euro lag der Umsatz der SGL Group aus fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr nahezu auf dem Vorjahreswert. Dagegen drehte das EBIT nach Sondereinflüssen von minus 3,3 Millionen auf 9,6 Millionen Euro. Beim Finanzergebnis verzeichnete der Konzern einen leichten Rückgang von minus 23,2 Millionen auf minus 25,9 Millionen Euro. „Wir haben die Prüfung der strategischen Optionen für Performance Products seit der rechtlichen Verselbständigung Anfang Juni forciert“, sagt Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group. „Dabei hat sich gezeigt, dass ein Verkauf des Geschäftsbereichs sowohl für die SGL Group als auch für PP der beste Weg ist. Unser Ziel ist es, die PP bis Jahresende zu veräußern.“

Bilanz der Geschäftsbereiche

Der Umsatz im Geschäftsbereich CFM sank im ersten Halbjahr um 2,8 % auf 156,5 Millionen Euro. Während der Umsatz im Carbonfasergeschäft erfreulich ausfiel, lagen die Umsätze im Acrylfasergeschäft trotz höherer Mengen erwartungsgemäß unter Vorjahr. Ursache war der gesunkene, ölpreisgetriebene Acrylnitrilpreis. Das EBIT vor Sondereinflüssen verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich auf 12,2 Millionen Euro. „Das neue Leichtbau- und Applikationscenter von CFM befindet sich bereits in der Anlaufphase und hat das Interesse von sowohl bestehenden als auch potenziellen neuen Kunden auf sich gezogen“, sagt Köhler.

Der Umsatz von GMS erreichte mit 218,9 Millionen Euro das Vorjahresniveau. Vor allem die Kunden aus den Solar-, LED- und Halbleiterindustrien in Europa und in Asien fragten isostatischen Graphit und Fasermaterialien nach. Dagegen litt das Geschäft in Nordamerika unter der geringeren Nachfrage aus energienahen Branchen. Die Nachfrage nach Anodenmaterial für die Lithium-Ionen-Batterien blieb erwartungsgemäß stabil. Beim EBIT vor Sondereinflüssen machten sich positive Einmaleffekte des Vorjahres bemerkbar. Es sank um 18,7 % auf 13,5 Millionen Euro. „Bei GMS werden wir die Kapazitäten für beschichtete Graphitbauteile erweitern, die in den Produktionsprozessen der Solar-, Halbleiter- und LED-Industrien eingesetzt werden“, so Köhler.

Halbjahresbilanz

Zum Halbjahr sank die Bilanzsumme um 6,1 % auf 1.743,7 Millionen Euro. Neben dem gezielten Abbau von Vorräten bei PP spielten unter anderem eine geringere Liquidität, höhere kurzfristige Vermögenswerte und Fremdwährungseffekte eine Rolle. Die angepasste Prognose für das Gesamtjahr reflektiert die Neuklassifizierung von PP als zur Veräußerung vorgesehen. Demnach wird der Konzernumsatz der SGL Group aus fortgeführten Aktivitäten voraussichtlich leicht unter Vorjahr liegen, während das Konzern-EBIT leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen soll.

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