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Pharmaindustrie

Serialisierungsoftware verpasst jeder Verpackung eine eigene Identität

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die Pharma-Richtlinie der EU wirft ihre Schatten voraus. Clevere Lösungen sind deshalb gefragt. Eine neue Software verspricht die Identitätskontrolle von Medikamenten durch Matrix-Codes oder RFID-Transponder. Serfides-Geschäftsführer Richard Doll will die Pharmaunternehmen von Codeerzeugung und Datenbankpflege entlasten.

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Richard Doll ist bei Serfides Geschäftsührer für Marketing und Vertrieb.
Richard Doll ist bei Serfides Geschäftsührer für Marketing und Vertrieb.
(Die Hoffotografen GmbH Berlin)

PROCESS: Herr Doll, das von Serfides entwickelte Identitätsmanagement-System wird bisher in der Lifestyle-Industrie, im Maschinenbau und in der Automobilindustrie eingesetzt. Warum ist die Pharmaindustrie für Ihr Unternehmen eine interessante Branche?

Doll: Die Pharma-Industrie ist aus zwei Gründen interessant: Es werden große Warenmengen über eine verteilte Logistikkette bewegt. Aufgrund teilweise hoher Margen bzw. hoher Werte der Produkte ist der Sektor von Fälschungen, unerwünschten Reimporten und Preisverschiebungen stark betroffen. Deshalb ist der zusätzliche Aufwand für Einzelproduktkennzeichnung hier lohnenswert. Die Bestrebungen der Gesetzgeber treiben das Thema zusätzlich voran. Für die Hersteller, Lohnfertiger, Verpacker etc. wollen wir die Mehrwerte einer integrierten Lösung zeigen, die über das bloße Erfüllen einer Vorschrift hinausgehen und den ROI für die neuen Systeme deutlich attraktiver gestalten.

PROCESS: Serfides hat im Zusammenhang mit dem Securpharm-Projekt bereits eine Lösung zur Erzeugung der Seriennummer entwickelt. Welche Vorteile hat ihr System gegenüber bereits vorhandenen Technologien?

Doll: Unser System erzeugt die Zeichenkette durch ein sicheres Verfahren, stellt sicher, dass keine Seriennummer doppelt vergeben wird und archiviert diese entsprechend den Vorgaben der EU-Richtlinie. Da wir unser System von Anfang an auf die Erstellung von Produktidentitäten (also im Falle von Pharma der so genannten „Serialisierung“) abgestellt haben, ist unser System extrem flexibel. Wir können beliebige Daten- und Codierungsstandards erfüllen und auch über Jahre hinweg die großen Mengen an erzeugten Codes verwalten und GMP-konform dokumentieren. Das entlastet die Pharma-Unternehmen davon, sich selbst um eine eigene Datenbank oder ähnliches kümmern zu müssen. Wir gehen davon aus, dass ein System dediziert mit dieser Aufgabe betraut sein sollte und nicht etwa nur ein „Software“-Add-On an irgendeine Druckstraße ergänzt werden sollte.

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