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Halbjahresbilanz Schwierige Werkstoffmärkte prägen Halbjahresbilanz von Thyssenkrupp

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Das stark eingetrübte Umfeld in den Werkstoffgeschäften hat die Halbjahresbilanz des Industrie- und Technologiekonzerns Thyssenkrupp geprägt. Zwar konnten die Industriegütergeschäfte ihre solide Entwicklung fortsetzen und bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis zulegen. Die Gesamtentwicklung des Konzerns wird aber weiterhin durch die äußerst schwierigen Bedingungen auf den Werkstoffmärkten überlagert.

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Thyssenkrupp-Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger sieht inzwischen zwar eine Erholung bei den Werkstoffpreisen. „Diese Erholung kommt aber später als ursprünglich erwartet, von einem niedrigeren Niveau und wird sich zusätzlich erst zeitversetzt in unseren Kennzahlen widerspiegeln.“
Thyssenkrupp-Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger sieht inzwischen zwar eine Erholung bei den Werkstoffpreisen. „Diese Erholung kommt aber später als ursprünglich erwartet, von einem niedrigeren Niveau und wird sich zusätzlich erst zeitversetzt in unseren Kennzahlen widerspiegeln.“
(Bild: Thyssenkrupp)

Essen – Hoher Importdruck und Kaufzurückhaltung der Kunden spiegeln sich im starken Verfall der Werkstoffpreise in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres bei Auftragseingang, Umsatz und vor allem auch im Ergebnis der Werkstoffgeschäfte wider. Vor diesem Hintergrund senkt Thyssenkrupp die Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr.

Die Werkstoffpreise waren bis weit ins 2. Quartal und damit länger als erwartet unter Druck. Zudem war der Preisverfall stärker als angenommen. Dies führte auch im 2. Quartal des Geschäftsjahres noch zu erheblichen Substanzverlusten. „Unser Halbjahresergebnis spiegelt noch die sehr schwache Situation auf den Werkstoffmärkten wider. Wir sehen inzwischen zwar eine Erholung bei den Werkstoffpreisen. Diese Erholung kommt aber später als ursprünglich erwartet, von einem niedrigeren Niveau und wird sich zusätzlich erst zeitversetzt in unseren Kennzahlen widerspiegeln", sagt Thyssenkrupp-Vorstandschef Dr. Heinrich Hiesinger.

Angesichts dieser Entwicklung rechnet der Vorstand für das Gesamtjahr jetzt mit einem Bereinigten EBIT des Konzerns von mindestens 1,4 Milliarden Euro. Das Effizienzsteigerungsprogramm „impact“ soll dazu 850 Millionen Euro beisteuern.

Weitere Ergebnisse/Prognosen der Halbjahresbilanz: Die Industriegütergeschäfte werden das operative Ergebnis gegenüber dem 1. Halbjahr weiter steigern. Die Werkstoffgeschäfte werden sich aufgrund von Preiserholung und Kostenmaßnahmen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte deutlich verbessern – vorausgesetzt der brasilianische Real bleibt weitgehend stabil. Der Jahresüberschuss soll auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Free Cashflow vor M&A soll – abhängig vom Anzahlungszeitpunkt bei Großaufträgen – zwischen einem niedrigen negativen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bis ausgeglichenem Betrag liegen.

Die ausführlichen Halbjahreszahlen 2015/2016 finden Sie hier.

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