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Powtech 2019: Schwerpunkt Lebensmittel

Schüttgut in motion – Bewegte Lebensmittel auf der Powtech

| Autor/ Redakteur: Alexander Stark / Wolfgang Ernhofer

Nürnberg bringt Pulver und Schüttgüter in Bewegung – Auf der Powtech 2019 stehen neben mechanischen Verfahren begleitende Prozesse wie der Transport und das Handling von Pulver und Schüttgütern im Fokus. Mit diesen Themen spricht die Messe auch Entwickler, Planer und Produktionsverantwortliche der Lebensmittelindustrie an. Die Fachbesucher erwartet ein umfassendes Rahmenprogramm – von der Dosierung über den Explosionsschutz bis hin zu Druckluft-Versorgung.

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Wie handhabt man Rohstoffe und Produkte sicher und schonend? Wie bringt man Effizienz in die Prozesse? Was tut sich beim Thema Industrie 4.0? Zahlreiche Lösungen finden Lebensmittel- und Getränkehersteller auf der Powtech.
Wie handhabt man Rohstoffe und Produkte sicher und schonend? Wie bringt man Effizienz in die Prozesse? Was tut sich beim Thema Industrie 4.0? Zahlreiche Lösungen finden Lebensmittel- und Getränkehersteller auf der Powtech.
(Bild: ©Sergey Cash - stock.adobe.com)

Die Powtech zeigt vom 9. bis 11. April 2019 erneut mechanische Verfahrenstechnik in ihrer ganzen Vielfalt und Innovationskraft. Die Nürnberg Messe schätzt, dass von den über 800 Ausstellern auf der Powtech über 415 Unternehmen Entwicklungen speziell für die Lebensmittel- und Futtermittelproduktion anbieten. Zu den Themen, die für Lebensmittelhersteller von großer Bedeutung sind, gehört die pneumatische Förderung von Pulvern und Schüttgütern.

Die Lösungen der Aussteller stellen dabei die Qualität der Produkte wie auch für die Gesamtwirtschaftlichkeit der Prozesse in den Fokus. So haben sich beispielsweise Hersteller von Gebläsen und Vakuumsystemen mit Entwicklungen zu Verfügbarkeit, Luftqualität, Plug & Play-Lösungen, Energieeffizienz und Einbindung in Industrie-4.0-Konzepte auf die Ansprüche der Branche eingestellt. Ein Beispiel für die besonderen Bedingungen in der Lebensmittelproduktion ist die Qualität der Druckluft. Hier werden die Anforderungen beim Schüttgütertransport in der Lebensmittelproduktion immer höher. Daher bieten viele Aussteller u.a. ein speziell konzipiertes Zubehörprogramm für Lufttrocknung und Kühlung an.

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Weiterhin ein Dauerbrenner ist das Thema Hygiene: Alle Maschinen und Komponenten, die in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden, müssen den strengen GMP-Vorschriften und im Hygienic-Design ausgeführt sein. Wenn die herstellten Produkte in die USA exportiert werden, gilt zudem die Einhaltung der Richtlinien der FDA für alle produktberührenden Kunststoffe zu beachten. Ob Mischtechnik, Big-Big-Entleerung oder Rohstoffhandling – hier werden neue Entwicklungen vorgestellt.

Zielgerichtetes Rahmenprogramm

Entwickler, Planer und Produktionsverantwortliche der Lebensmittelindustrie profitieren auch von einem umfassenden, stark auf ihre Branche zugeschnittenen Fachprogramm. Im „Expertenforum Chemie + Food“ in Halle 2 gibt es an drei Messetagen ein nonstop Vortragsprogramm zu Themen wie Dosierung, Explosionsschutz, Druckluft-Versorgung oder Handling.

In der gleichen Halle befindet sich auch die Sonderschau „Staub kennt keine Grenzen“ der VDMA-Fachabteilung Luftreinhaltung und Trocknungstechnik. Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, dem Staub durchaus Grenzen zu setzen: Mithilfe von innovativen und häufig digital gestützten Filterungs- und Abscheidungs-Systemen.

Parallel zur Powtech tagt 2019 der internationale Partec Kongress für Partikeltechnologie. Über 500 Teilnehmer werden vom Veranstalter erwartet. Träger ist die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC). Viele Vorträge beschäftigen sich mit Modellierung und Simulation.

Für viele erfolgreiche Startups war ein Messeauftritt die Initialzündung für ihren erfolgreichen Marktdurchbruch. Die Funktion als Startrampe für junge Unternehmen möchte die Nürnberg Messe durch den Networking Campus noch besser nutzen. Der Campus geht zur Powtech 2019 erstmals an den Start und soll als Ideenschmiede für Technologien und Märkte von morgen fungieren. Der Networking Campus ist Treffpunkt und Diskussionsplattform für junge Forscherinnen und Forscher, Startups und Entwickler und Entwicklerinnen. Das Herzstück des Campus bildet eine offene Vortragsbühne. Hier bringen sich Teilnehmende nach dem Barcamp-Prinzip in ein interaktives Programm ein. In Kurzvorträgen, Workshops und Diskussionen, mit einem wissenschaftlichen Poster oder durch einen Stand in der flankierenden Table-Top-Ausstellung gewähren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Blick in die Zukunft der modernen Schüttgut- und Partikeltechnik.

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„Im Networking Campus trifft sich ab 2019 die ‚Generation Zukunft‘. Innovative Lösungen für Prozessindustrien gehören zur DNA der Powtech. Mit dem Networking Campus schaffen wir nun den Missing Link zwischen Verfahrenstechnik und den disruptiven Zukunftstechnologien, die Industrie und Alltag derzeit massiv umkrempeln“, so Beate Fischer, Leiterin der Powtech.

Auf der moderierten Vortragsbühne kann und soll sich jede/r einbringen: Ausstellende, Networking-Campus-Teilnehmende sowie Besucherinnen und Besucher. Das Programm entsteht tagesaktuell und jede/r kann bis zum Check-in und Start der Vortragsreihe, seine Beiträge, Workshops oder Impulsvorträge einreichen.

Thematisch fokussiert der Networking Campus auf „Future Markets“ und „Future Technologies“. Im Bereich Future Markets finden Barcamps zu den Themen Energiespeicher und -wandler, Kreislaufwirtschaft und Additive Manufacturing statt. Digitalisierung, Digitale Transformation im Schüttgutbereich sowie Mensch plus Cobot und Virtual, Augmented, Mixed Reality sind wiederum die Leitthemen, denen die Barcamps zu Future Technologies folgen. Ein Jobboard mit Interviewraum für ad-hoc Gespräche und das Process Net Café von Dechema und der VDI-GVC runden den Networking Campus ab.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter der PROCESS-Redaktion.

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