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VDI-Studie Schöne neue Welt: Industrie 4.0

Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Zündet die Chemie die vierte Stufe, oder wird die Vision Rohrkrepierer? Kaum ein Konzept hat in den vergangenen drei Jahren mehr Staub aufgewirbelt als Industrie 4.0. Ist es also für die Chemieindustrie Zeit für ein radikales Umdenken oder ist alles halb so wild? Dieser Frage ist eine aktuelle VDI-Studie auf den Grund gegangen.

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(Bild: Miriam Schleipen/Fraunhofer IOSB)

Revolutionen kündigen sich selten an. Die Geschichte ist voll berühmter Fehleinschätzungen, wie dem Bonmot von Ken Olsen, dem Gründer von Digital Equipment: „Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben wollte.“ Jetzt soll eine neue industrielle Revolution die Wirtschaft ähnlich tiefgreifend umkrempeln wie die Erfindung der Dampfmaschine.

„Intelligente Fabrik“ als Ziel der Industrie 4.0

Ausgerechnet die Bundesregierung rief 2011 das Projekt Industrie 4.0 ins Leben. Unter diesem Schlagwort wollen die Verantwortlichen die „intelligente Fabrik“ schaffen – vollvernetzt, superflexibel und ergonomisch. Maschinen sollen selbst kommunizieren und in Produktionsprozesse eingreifen. Mobile Geräte könnten überall und jederzeit Datenzugriff ermöglichen und Baukastensysteme dem Kunden maßgeschneiderte Produktlösungen anbieten, so die Vision.