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Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie Schluss mit der Verschwendung! Wie eine neue Plattform die Beschaffung von Lebensmittelrohstoffen revolutioniert

Autor M.A. Manja Wühr

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie soll ihre Kreisläufe schließen. Das fordern Verbraucher und Politik. Dafür müssen jedoch alle Akteure entlang der Wertschöpfung zusammenarbeiten. Hier schlägt die Stunde der Digitalisierung. Ein junges Start-up zeigt, wie das konkret aussehen kann.

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Mit der B2B-Plattform Leroma kann die Lebensmittelindustrie wertvolle Ressourcen retten und ihre Kreisläufe schließen.
Mit der B2B-Plattform Leroma kann die Lebensmittelindustrie wertvolle Ressourcen retten und ihre Kreisläufe schließen.
(Bild: ©Liddy Hansdottir - stock.adobe.com)

Warum können Lebensmittelhersteller Rohstoffe nicht per Mausklick finden? Als Konsumenten nutzen wir schon lange diverse Online-Marktplätze. Solche Tools standen den Kunden von Marina Billinger früher nicht zur Verfügung. „Ich habe gesehen, dass dadurch in den Unternehmen sehr viel Ineffizienz entsteht. Sie verschwenden nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen“, so die Betriebswirtin, die über viele Jahre Lebensmittelhersteller, Rohstofflieferanten und Maschinenbauer beraten hat. Das war der Anstoß die B2B-Plattform Leroma zu entwickeln. Seit 2019 können hier alle Akteure der Lebensmittelindustrie Rohstoffe effizient und transparent handeln und beschaffen.

Kreisläufe schließen, Rohstoffe erschließen

Für Marina Billinger gibt es zwei wichtige Treiber, warum die Lebensmittelindustrie die Prozesse rund um Roh-, Neben- und Reststoffe digitalisieren sollte: Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Nutzen. In Europa deklariert die Lebensmittelindustrie viele wertvolle Ressourcen aktuell als Abfall. Das ist Verschwendung. „Ressourcen, die wir heute verschwenden, werden uns in Zukunft fehlen“, ist Billinger überzeugt. Sie geht davon aus, dass sich in fünf bis zehn Jahren die Rohstoffknappheit weiter zu spitzen wird – ebenso wie die Lebensmittelverschwendung in der Produktion. „Daher ist es essenziell, dass wir die Kreislaufwirtschaft in möglich viele Prozesse einbinden“, betont Billinger.