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Rechtsstreit

Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe

| Redakteur: Marion Wiesmann

Während Dow Chemical mit dem Bau einer petrochemischen Anlage eine der bisher größten Auslandsinvestitionen in Saudi-Arabien plant, ziehen zwei entlassene Spitzenmanager des Chemiekonzerns vor Gericht.

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Bild: Dow
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( Archiv: Vogel Business Media )

Midland – Nach Aussagen der Financial Times Deutschland (FTD) klagen die Topmanager Romeo Kreinberg und Pedro Reinhard, die im April fristlos gekündigt worden sind, auf Schadensersatz in einer Gesamthöhe von 675 Millionen Dollar. Im Gegenzug verlangt Dow einstige Bonuszahlungen über 51 Millionen Dollar zurück.

Pedro Reinhard, Mitglied des Aufsichtsgremiums, und Vorstand Romeo Kreinberg hätten ohne Erlaubnis und Mandat der Führungsgremien mit Interessenten über einen möglichen Verkauf des Unternehmens verhandelt, so lautet der Vorwurf, der zur Kündigung führte. Kreinberg und Reinhard hingegen sehen sich als Opfer eines Machtkampfs und fordern Schadensersatz. Wie die FTD mitteilt, fordert Kreinberg vor einem Bundesgericht in New York 600 Millionen Dollar wegen Rufschädigung und falscher Anschuldigungen, während Reinhard beim New Yorker Bezirksgericht 75 Millionen Dollar wegen Vertragsbruchs und Beleidigung einklagt. „Ich bin extrem traurig, dass ich meinen guten Namen und meine Reputation in einem Gerichtsverfahren gegen eine Gesellschaft verteidigen muss, der ich 37 Jahre lang loyal gedient habe“, erklärte der frühere Finanzchef Reinhard der FTD.

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