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Kautschuk-Joint-Venture Saudi Aramco und Lanxess machen gemeinsame Sache

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Lanxess und Saudi Aramco gründen ein Joint Venture für synthetischen Kautschuk. Der deutsche Spezialchemiekonzern und die Saudi Aramco-Tochtergesellschaft Aramco Overseas Company werden einen Anteil von je 50 % an dem Joint Venture halten, dessen Jahresumsatz bei rund drei Milliarden Euro liegt.

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Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender Lanxess (rechts), und Abdulrahman F. Al-Wuhaib, Senior Vice President Downstream von Saudi Aramco, unterzeichnen in Köln die Vereinbarung für das neue Gemeinschaftsunternehmen.
Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender Lanxess (rechts), und Abdulrahman F. Al-Wuhaib, Senior Vice President Downstream von Saudi Aramco, unterzeichnen in Köln die Vereinbarung für das neue Gemeinschaftsunternehmen.
(Bild: Lanxess)

Köln – Lanxess bringt in das neue Gemeinschaftsunternehmen sein Kautschukgeschäft ein. Es umfasst die Geschäftsbereiche Tire & Specialty Rubbers (TSR) und High Performance Elastomers (HPE) mit insgesamt 20 Werken in neun Ländern und rund 3700 Mitarbeitern sowie unterstützende Stabsfunktionen. Die Hochleistungskautschuke werden vor allem für die Produktion von Reifen sowie von technischen Applikationen wie Schläuche, Riemen oder Dichtungen eingesetzt. Hauptabnehmer sind die Automobil- und Reifenindustrie, aber etwa auch die Bauwirtschaft oder die Öl- und Gasindustrie.

Saudi Aramco wird für seinen Anteil von 50 % nach Abzug von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten rund 1,2 Milliarden Euro in bar zahlen. Das Joint Venture ist insgesamt mit 2,75 Milliarden Euro bewertet. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Mit dem endgültigen Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2016 gerechnet.

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Bestmögliche Zukunftsperspektive schaffen

Saudi Aramco soll dem Joint Venture mittelfristig einen wettbewerbsfähigen und verlässlichen Zugang zu strategischen Rohstoffen ermöglichen.

Mit dem Gemeinschaftsunternehmen gehen der weltweit größte Produzent von synthetischen Kautschuken und der weltgrößte Öl- und Energiekonzern eine weitreichende strategische Partnerschaft ein. „Mit dieser Allianz verschaffen wir dem Kautschukgeschäft eine sehr starke Wettbewerbsposition und die bestmögliche Zukunftsperspektive“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender Lanxess. „Gemeinsam können wir künftig synthetische Kautschuke in einer integrierten Wertschöpfungskette von der Ölquelle bis zum Endprodukt herstellen. Damit formen wir einen der leistungsfähigsten Anbieter im Weltmarkt. Unseren Kunden können wir dadurch noch höhere Zuverlässigkeit bieten.“

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