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Öl, Gas und Petrochemie Saudi Aramco macht Ernst: Unternehmen plant Börsengang

Autor / Redakteur: Alexander Stark / Wolfgang Ernhofer

Der Petrochemiegigant Saudi Aramco hat seinen lang erwarteten Börsengang angekündigt. Eine Notierung ist aber zunächst nur an der saudischen Börse geplant. Mit einem Wert von etwa einer Billion Euro könnte dies der weltweit größte Börsengang (IPO) sein. Der Schritt ist Teil der Strategie des Landes, die Abhängigkeit des Königreichs vom Erdöl zu verringern und seine Wirtschaft zu diversifizieren.

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Der Wert von Saudi Aramco wird auf knapp über eine Billion Euro geschätzt.
Der Wert von Saudi Aramco wird auf knapp über eine Billion Euro geschätzt.
(Bild: Saudi Aramco)

Riad/Saudi-Arabien – Der Börsengang von Saudi Aramco ist seit langem in Vorbereitung. Zunächst plante der staatliche Ölriese an internationalen Handelsplätzen Aktien auszugeben. Rechtliche Komplikationen in den USA, Zweifel am tatsächlichen Wert des Unternehmens und der Angriff auf die Ölanlagen im September haben die Entscheidung verzögert. Nun kündigte das profitabelste Unternehmen der Welt an, dass seine Aktien an der Börse von Riad notiert werden sollen. Der Preis der Aktien wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Erster Börsentag für den Handel mit Aramco-Aktien soll der 11. Dezember 2019 sein. Experten gehen davon aus, dass die Saudis Aktien für ein bis zwei Prozent des Unternehmens ausgeben werden.

Die ausgelobte Vision Saudi-Arabiens für den Staatskonzern ist es, das weltweit führende integrierte Energie- und Chemieunternehmen zu sein. In den letzten drei Jahren war der Produzent für jeden achten Barrel Rohöl verantwortlich, das weltweit gefördert wurde, und seine nachgewiesenen Reserven waren Ende 2018 fünfmal größer als jene der fünf großen internationalen Ölförderer.

Amin H. Nasser, President und Chief Executive Officer von Saudi Aramco, sagte, dass das Unternehmen bestrebt ist, seine Nachhaltigkeit zu verbessern, indem es Technologien und Innovationen nutzt, um seine Klimaauswirkungen zu verringern. Dennoch besteht nach wie vor eine gewisse Unsicherheit über das Anlegerinteresse und die zukünftige Strategie des Ölkonzerns.

* Der Autor ist fester freier Mitarbeiter der PROCESS-Redaktion

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