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Abwasserbehandlung Sauber ist nicht genug — warum die Bedeutung der Klärwassergüte zunimmt

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Immer bessere Messmethoden zeigen Schadstoffe auf, die bisher unberücksichtigt geblieben sind. In der Folge müssen Klärprozesse verbessert werden. Die vierte Reinigungsstufe bei kommunalen Kläranlagen soll Spurenstoffen eliminieren.

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Im Vordergrund steht der Gewässerschutz, da bereits bei den geringen Konzentrationen der Spurenstoffe von einer Gefährdung der aquatischen Umwelt ausgegangen werden muss. Um dieses Gefährdungspotenzial zu minimieren, sind technische Verfahren notwendig, um die Stoffe zu entfernen oder zu oxidieren.
Im Vordergrund steht der Gewässerschutz, da bereits bei den geringen Konzentrationen der Spurenstoffe von einer Gefährdung der aquatischen Umwelt ausgegangen werden muss. Um dieses Gefährdungspotenzial zu minimieren, sind technische Verfahren notwendig, um die Stoffe zu entfernen oder zu oxidieren.
(Bild: Xylem)

Die Effizienz eines Abwasserwirtschaftsbetriebs lässt sich an den unterschiedlichsten Faktoren messen. Nachhaltigkeit steht bei den besonderen Merkmalen und Eigenschaften an vorderster Stelle. Unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit hat der Begriff in den vergangenen Jahren deutlich an Wert gewonnen. Aber die Aufmerksamkeit sollte sich jetzt auch wieder der Klärwassergüte zuwenden.

Denn in den kommenden Jahren werden Anlagenbetreiber vor neue Aufgaben gestellt. Existierende Gesetze und Richtlinien erweitern sich, definierte Leit- und Richtwerte verschärfen sich. Der Hintergrund: Es werden immer neue und feinere Messverfahren entwickelt, die die Detektion neuer Stoffe in immer niedrigeren Konzentrationen ermöglichen. Im Gespräch sind auf internationaler Ebene Themen wie die Wasserwiederverwendung (Reuse) als Trink- oder Brauchwasser sowie die vierte Reinigungsstufe bei kommunalen Kläranlagen zur Eliminierung von Spurenstoffen.

Schweiz ist einen Schritt weiter

In Deutschland wird aktuell die Einführung einer vierten Reinigungsstufe auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Die Schweizer haben die Bedeutung schon erkannt, sie setzen das Prinzip bereits erfolgreich um. Im Vordergrund steht der Gewässerschutz, da bereits bei den geringen Konzentrationen der Spurenstoffe von einer Gefährdung der aquatischen Umwelt ausgegangen werden muss. Um dieses Gefährdungspotenzial zu minimieren, sind technische Verfahren notwendig, um die Stoffe zu entfernen oder zu oxidieren. Xylem hat dazu bereits ein praxiserprobtes Verfahren entwickelt: den Oxelia-Prozess.

Er vereint verschiedene innovative Technologien unter einem Dach. Ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt bestätigte die Effektivität und das Einhalten von internationalen Standards für die Wasserqualität, wie sie etwa in der Schweiz im Raum stehen. Das Ziel dieses Vorhabens ist die Aufbereitung eines kommunalen Abwassers (mit industriellem Anteil) unter der Verwendung der optimalen Verfahrenskombination mit biologischer Behandlung, Oxidationsstufen, Filtrationsstufen sowie der Desinfektion.

Xylem hat die Intensität der Abwasserbehandlung auf eine neue Stufe gehoben. Diese Aussage trifft auf die Qualität des einzuleitenden Klärwassers zu, wortwörtlich zudem auf das Verfahren an sich. Der Wassertechnikanbieter ergänzt den Klärprozess um eine vierte Stufe.

Unter der Bezeichnung Oxelia führt Xylem mehrere zusätzliche Schritte in der Behandlung von Abwasser zusammen. Damit wird die Eliminierung der Spurenstoffe erreicht, die im herkömmlichen Verfahren bisher meist durchgerutscht sind. Gemeint sind zum Beispiel Rückstände von Arzneimitteln wie Ibuprofen und Diclofenac und hormonell wirksame Substanzen wie Östrogene. Aber auch Reste von Pestiziden und Düngemitteln sowie von Produkten zur Körperpflege, etwa Shampoos, hält Oxelia in weiten Teilen zurück.

Und so funktioniert das Oxelia-Verfahren zur Abwasserbehandlung: weiterlesen ...

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