BASF-Gazprom-Deal Russlandkrise fordert Tribut: Asset-Tausch im Gasgeschäft geplatzt

Redakteur: Dominik Stephan

Die Russland-Krise fordert ihren Tribut: BASF wird den geplanten Asset-Tausch mit Gazprom nicht vollziehen. Ursprünglich wollte die BASF-Tochter Winstershall große Teile ihres Endkundengeschäfts gegen Beteiligung an sibirischen Gasfeldern tauschen…

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Gasdeal geplatzt: Die Russland-Krise zollt ihren Tribut. BASF wird den geplanten Asset-Tausch mit Gazprom nicht vollziehen.
Gasdeal geplatzt: Die Russland-Krise zollt ihren Tribut. BASF wird den geplanten Asset-Tausch mit Gazprom nicht vollziehen.
(Bild: Wintershall)

Ludwigshafen, Moskau – Das Aus für den geplanten Mega-Deal kam gestern Abend. BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Kurt Bock erklärte, dass der geplante Asset-Swap so nicht kommen könne. Ursprünglich hatten sich beide Firmen 2012 darauf geeinigt, dass Gazprom das Speichernetz und Endkundengeschäft der Wintershall in Deutschland übernimmt. Im Gegenzug sollten die Ludwigshafener an der Erschließung großer Erdgasvorkommen in Sibirien beteiligt werden.

Die Verträge sahen die gemeinsame Erschließung von zwei weiteren Blöcken der Achimov-Formation im Urengoi-Feld in Westsibirien durch Gazprom und Wintershall vor. Gazprom hätte sich zudem mit 50 % an der Wintershall Noordzee beteiligt, die vor der Küste der Niederlande, des UK und Dänemarks Erdöl- und Erdgasförderung betreibt. Diese Geschäftsfelder trugen bisher etwa 12 Milliarden Euro zum Umsatz und rund 500 Millionen € zum Gewinn des Ludwigshafener Chemieriesen bei.

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Auch wenn die Börse auf den geplatzten Deal mit Kursverlusten reagierte, zeigt sich Bock zuversichtlich das jahr mit einem Plus abzuschließen: „Die für das laufende Jahr abgegebene Prognose, ein EBIT vor Sondereinflüssen leicht über dem Niveau des Jahres 2013 zu erzielen, erscheint auch vor diesem Hintergrund noch erreichbar“, erklärte der BASF-Chef am Donnerstag. Bisher war mit einem deutlichen Gewinn aus den Veräußerungen gerechnet worden.

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