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ACHEMA-Trendbericht Pumpen, Armaturen, Kompressoren

Rotating Equipment – Verfügbarkeit und Energiekosten haben Priorität

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Praxis zeigt, dass gerade in Bestandsanlagen der Grundstoffindustrie noch erhebliche Einsparmöglichkeiten vorhanden sind. Auf der ACHEMA wird die Energieeffizienz einmal mehr im Mittelpunkt stehen. Höchste Priorität haben zudem Lösungen, die die Verfügbarkeit verbessern.

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Pumpen müssen in einer verfahrenstechnischen Anlage vor allem eines: laufen!
Pumpen müssen in einer verfahrenstechnischen Anlage vor allem eines: laufen!
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter dem Eindruck rasant wachsender Energiekosten wird das ‚Rotating Equipment‘ (Pumpen, Kompressoren, Lüfter usw.) immer stärker mit elektronischen Bauteilen und Sensorik ausgerüstet. Insbesondere das klassische Maschinenbau-Produkt ‚Pumpe‘ hat sich zum mechatronischen System entwickelt. Bei Bedarf kann die in den Mikrochips der Steuerung hinterlegte Software kundenspezifisch und anwendungsorientiert modifiziert werden.

Ein Beispiel: Während in der Regel der Frequenzumformer dazu dient, die Drehzahl einer Pumpe zu reduzieren – um den Förderstrom bzw. den Förderdruck an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und um dabei Energie einzusparen – erhöht der dänische Pumpenhersteller Grundfos bei Bedarf die Drehzahl. Durch die per Software ermöglichte übersynchrone Betriebsweise des Motors erreichen die Pumpen erstaunliche 5800 min-1. Mit dieser hohen Drehzahl werden auch kleine Aggregate sehr leistungsfähig (zur Erinnerung: gemäß Affinitätsgesetz bringt eine doppelt so hohe Drehzahl den vierfachen Förderdruck) und der Anlagenbauer spart Platz.

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Der Dortmunder Pumpenhersteller Wilo SE geht neue Wege und verkündet einen Paradigmenwechsel in der Heiztechnik: Dort soll künftig keine zentrale Pumpe mehr installiert sein, sondern an jedem Heizkörper eine dezentrale Minipumpe sitzen. Der Einsatz dezentraler Kleinstpumpen könnte in weiteren Einsatzgebieten ein spannendes Thema werden. Die Pfälzer KSB AG entdeckt ebenfalls die kleinen Dimensionen. Sie kümmert sich um den Bedarf der Mikroverfahrenstechnik an Prozess-Kreiselpumpen sehr kleiner Fördervolumina bis zu wenigen Millilitern pro Stunde.

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