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Rohstoffpreise April 2013 Rohstoffpreise unter Druck

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Rohstoff-Weltmarkt. Die IKB Deutsche Industriebank hat im März sinkende Rohstoffpreise beobachtet und bewertete die Trends für den kommenden Monat.

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Die IKB Deutsche Industriebank hat im März sinkende Rohstoffpreise beobachtet und bewertete die Trends für den kommenden Monat. Details zu den einzelnen Rohstoffpreis-Entwicklungen finden Sie in der Bildergalerie.
Die IKB Deutsche Industriebank hat im März sinkende Rohstoffpreise beobachtet und bewertete die Trends für den kommenden Monat. Details zu den einzelnen Rohstoffpreis-Entwicklungen finden Sie in der Bildergalerie.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise sind im März 2013 auf Dollar-Basis um fast 5 % gefallen. Aufgrund eines schwächeren Wechselkurses des Euro fiel der Preisrückgang in der Euro-Zone mit ca. 2 % deutlich geringer aus. Ursache für die Preisrückgänge waren verschlechterte Aussichten für die Weltwirtschaft. Deutlich gefallen sind die Rohölpreise im Monatsvergleich. Mit ca. 110 US-Dollar je Barrel Brent lag die Notierung 6 % unter derjenigen von Februar.

Neben den weiterhin schwachen Konjunkturdaten aus den USA setzt gleichzeitig die sehr gute Versorgungslage die Preise momentan unter Druck. Die amerikanischen Lagerbestände liegen auf einem so hohem Niveau wie seit mehr als 22 Jahren nicht mehr. In Europa kam die Nervosität an den Finanzmärkten infolge der Sorge um die Rettung von Zypern hinzu. Nachfrageseitig wird jedoch weiterhin für das Gesamtjahr 2013 im Durchschnitt ein globaler Anstieg von knapp 1 % – dies entspricht 0,8 Millionen Barrel pro Tag – gerechnet.

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Dieser setzt sich zusammen aus einem Rückgang in den OECD-Ländern von 0,2 Millionen Barrel und einem Verbrauchszuwachs von 1 Millionen Barrel in den übrigen Ländern, wovon gut ein Drittel allein auf China entfallen dürfte. Angebotsseitig belastet weiterhin der Bürgerkrieg in Syrien, die Rückgänge können jedoch ohne Probleme durch die anderen OPEC-Mitgliedsstaaten kompensiert werden. Insgesamt erwartet die IKB deshalb – auch vor dem Hintergrund der hohen Lagerbestände in den USA – keine Versorgungsengpässe. Die Industriebank sieht den Rohölpreis im zweiten Quartal 2013 um 110 US-Dollar je Barrel Brent in einem Band von 5 US-Dollar.

Im laufenden Quartal erwarten die Analysten leichte Aufwertungstendenzen des US-Dollar gegenüber dem Euro, gestützt durch die erwartete Aufhellung der US-Konjunktur. Sollte sich die Euro-Zone wirtschaftlich zunehmend stabilisieren, prognostiziert die IKB gegen Jahresende 2013 einen festeren Euro.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachschauen.

Rückblick:

Rohstoffpreise März – Rohstoffpreise stabilisieren sich

Rohstoffpreise Februar – Verbesserte Konjunkturwartungen treiben Rohstoffpreise

Rohstoffpreise Januar – IKB erwartet wachsende Rohstoffnachfrage

* Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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