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Rohstoffpreise August 2017 Rohstoffpreise steigen wieder: Doch kein Sommerloch?

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Auf den Weltrohstoffmärkten zeigte sich zuletzt eine divergierende Entwicklung: Vor allem etliche metallische Rohstoffe zogen wieder an, während energetische Rohstoffe sich eher seitwärts bewegten. Insgesamt legten die Weltrohstoffpreise um 3,5 % zu. Die Experten der Industriebank IKB analysieren die Situation auf den Rohstoffmärkten.

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Die Rohstoffpreise steigen wieder. Ist das Sommerloch schon wieder zuende?
Die Rohstoffpreise steigen wieder. Ist das Sommerloch schon wieder zuende?
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Infolge der weiteren Abwertung des Dollar zum Euro betrug der Anstieg in Inlandswährung nur 1 %. Die weltweite Rohölnachfrage nimmt weiterhin kräftig zu und dürfte voraussichtlich 2019/20 die Marke von 100 mbd (million barrel per day) erreichen. Im Jahresdurchschnitt 2017 ergibt sich ein Bedarf für Lieferungen seitens der Opec von 32,25 mbd, dies entspricht in etwa auch der Durchschnittsproduktion im ersten Halbjahr.

Auf der Angebotsseite wurde die Schätzung der Erzeugung außerhalb der Opec – vor allem infolge einer geringeren Produktion in China und Mexiko – zurückgenommen. Sollte es der Opec gelingen die Förderung um weitere rund 0,5 mbd zu reduzieren, würde dies zu einem schnelleren Abbau der Vorräte und anziehenden Preisen führen.

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Die neuen US-Sanktionen gegen den Iran sowie gegen russische Öl- und Gasförderungen – die auch Westeuropa negativ tangieren – zeigen bisher noch keine Wirkung. Ebenso sind noch keine größeren Exportrückgänge für Erdgas und LNG aus Katar zu verzeichnen. Sollte es jedoch nicht zu einer baldigen Entspannung der Krise zwischen Katar und seinen Nachbarländern kommen, könnte dies den Erdgaspreis zumindest in wichtigen Abnehmerländern von Katar ansteigen lassen.

Aktuell erwarten die Experten der IKB einen Rohölpreis um 52 Dollar je Barrel Brent und einen eher stabilen deutschen Grenzübergangspreis für Erdgas.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sieht die Industriebank bis Jahresende eine Bewegung um 1,08 Dollar zum Euro. Beim aktuellen Kursniveau hat der Dollar in Folge eines sich ausweitenden Langfristzinsdifferentials und einer sich erholenden US-Konjunktur Aufwertungspotenzial.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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