Rohstoffpreise Juli 2012 Rohstoffpreise brechen ein

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise brachen im Juni auf Dollarbasis um rund elf Prozent ein. Infolge der Abwertung des Euro zum US-Dollar betrug der Rückgang in Euro nur gut neun Prozent.

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Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs Juli 2012
Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs Juli 2012
(Quelle: siehe Grafik)

Frankfurt am Main – Ursachen für den Einbruch der Weltrohstoffpreise waren vor allem die Finanzmarktturbulenzen in der Euro-Zone und die Sorgen, dass sich die Konjunktur in Europa und in China weiter schwächer entwickelt. Dies bewirkte bei einigen Rohstoffen - trotz zum Teil noch guter fundamentaler Daten - einen starken Ausstieg der investiven Anleger, wie sich an der Anzahl der Handelskontrakte zeigt.

So gerieten in einem immer noch schwierigen geopolitischen Umfeld auch die Rohölpreise unter Druck. Weder belasteten die Diskussionen um das iranische Atomprogramm und das nun umgesetzte Embargo westlicher Industrienationen gegen den Iran noch die Unsicherheiten über die Wahlen in Ägypten und die Instabilitäten in Syrien.

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Allerdings hat der Iran seine Rohölförderung schon in den vergangenen Monaten etwas zurückgefahren. Die Lücke wurde jedoch dank freier Förderkapazitäten anderer OPEC-Staaten problemlos ausgeglichen. Stabilisierend hat auch die gute Versorgungslage der USA gewirkt.

Beruhigung auf den Rohölmärkten erwartet

Die IKB Deutsche Industriebank erwartet eine leichte Beruhigung auf den Rohölmärkten und sieht im Verlauf des dritten Quartals 2012 eine Bewegung um das von der OPEC präferierte Preisband von 100 US-Dollar je Barrel Brent mit einer Bandbreite von 15 US-Dollar.

Dagegen dürfte die Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten weiter ungebrochen sein. Im dritten Quartal 2012 prognostiziert die IKB eine Schwankung des Wechselkurses des US-Dollar zum Euro in einem Band von 5 Cent um die Marke von 1,26 US-Dollar je Euro. Gegen Ende 2012 sieht die Industriebank einen etwas festeren Wechselkurs.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

* Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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