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Rohstoffpreise Oktober 2017

Rohstoffmärkte entspannen sich nach Stürmen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im Verlauf des September 2017 stiegen die Weltrohstoffpreise um 5,2 % an. Aufgrund einer weiteren leichten Euro-Aufwertung zum Dollar betrug der Anstieg in Inlandswährung gerechnet nur 4,2 %. Politische und naturbedingte Stürme waren dafür verantwortlich. Die Experten der Industriebank IKB analysieren die einzelnen Rohstoffpreise im Artikel und den Grafiken der Bildergalerie.

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Laut Experten der IKB stabilisieren sich die Ölpreise allmählich. Insgesammt dürften sich die Weltrohstoffmärkte entspannen.
Laut Experten der IKB stabilisieren sich die Ölpreise allmählich. Insgesammt dürften sich die Weltrohstoffmärkte entspannen.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die höheren Rohstoffpreise wurden vor allem von den Verwerfungen der Ölmärkte infolge der Hurrikansaison in der Karibik und im Golf von Mexiko beeinflusst. Die zwischenzeitliche Stilllegung von Verarbeitungskapazitäten von über 3 mbd (Million Barrel per Day) in den USA führte bei leicht geringerer Förderung zu einer erheblichen Ausweitung der Preisdifferenz zwischen der amerikanischen Referenzsorte WTI und dem europäischen Benchmarkpreis Brent auf über sechs Dollar je Barrel (bbl), nachdem dieser Preisabstand sich im ersten Halbjahr 2017 weitgehend um 2 Dollar/bbl bewegt hatte.

Da zudem – zum vierten Mal im laufenden Jahr – die Bedarfsschätzung für Rohöl nach oben korrigiert wurde, gab die leicht geringere Opec-Förderung ebenfalls einen Preisimpuls. Der globale Ölmarkt ist derzeit auf dem Weg zu einer guten Balancierung zwischen Angebot und Nachfrage. Dies dürfte dazu führen, dass der Rohölpreis wieder etwas nachgibt. Die Industriebank IKB sieht den Rohölpreis bis Ende November 2017 in einem Band von fünf Dollar um die Marke von 54 Dollar/bbl Brent. Die Lage im Golf von Mexiko dürfte sich mit dem Ende der Hurrikansaison weiter normalisieren und das übliche Förderniveau erlauben.

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Es bleibt als weiteres Risiko für die Weltrohstoffpreise primär das Säbelrasseln zwischen Nordkorea und den USA. Dagegen stellt sich das konjunkturelle Umfeld insgesamt positiv dar, was für eine stabile Rohstoffnachfrage vor allem auch für metallische Rohstoffe spricht.

Die IKB rechnet grundsätzlich mit keiner anhaltenden Euro-Aufwertung zum Dollar. Mit einer wahrscheinlichen Leitzinsanhebung der Fed im Dezember dürfte der Dollar gegenüber dem Euro wieder leicht an Stärke zulegen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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