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Kunststoffproduktion

Rohstoff- und Energiekosten runter, Ertrag rauf – das ist die Devise der Kunststoffproduzenten

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Die MDI-Anlage in Krefeld-Uerdingen: Wer hier in der Nachtschicht arbeitet, wird mit schönen Ausblicken belohnt.
Die MDI-Anlage in Krefeld-Uerdingen: Wer hier in der Nachtschicht arbeitet, wird mit schönen Ausblicken belohnt. (Bild: Hans-Günter Stusche, Michael Rennertz)

Ob Polyurethan, Polyethylen oder Polypropylen – Hersteller von Massenkunststoffen stehen unter Druck. Verfahren, die in den letzten Jahren entwickelt wurden, gehen durch eine harte Selektion. Nur Prozesse, die Kosten sparen, kommen durch.

Polymersynthesen sind ausgereift, der technische Fortschritt ist überschaubar, auch Verfahren, die in den Chemieunternehmen unter dem Label neu kursieren, sind zum Teil schon über zehn Jahre alt. Kurz gesagt, eine Recherche zum Thema neue Verfahren in der Polymersynthese birgt Frustrationspotenzial, denn selbst wenn sich in den Entwicklungsabteilungen etwas tut, reagieren die Experten auf die Frage nach den entscheidenen Details extrem schmallippig.

Zu groß ist die Gefahr, den mühsam errungenen Wettbewerbsvorteil zu verspielen, indem man die Marktbegleiter schlau macht. Denn die alteingesessenen Kunststoffgiganten stehen unter enormem Wettbewerbsdruck. Momentan ist der Verdrängungswettbewerb bei den Commodities in vollem Gang. Hier punktet der, der am günstigsten produzieren kann.

Im Nahen Osten, wo halbstaatliche oder staatliche Chemieunternehmen wie die saudi-arabische Sabic oder Qapco aus Katar die Erdölquellen ihrer Länder anzapfen und dadurch kostengünstig produzieren können, schießen in rascher Folge Chemiekomplexe aus dem Boden, die Polyethylen und Polypropylen produzieren. Und auch der Schiefergasboom in den USA hinterlässt mittlerweile deutliche Spuren. Trotzdem gibt es allgemeine Trends:

  • Der Hang zur Größe ist ungebrochen, das gilt vor allem für Anlagen in China und dem Mittleren und Nahen Osten, die von der Nähe zu den Ölfeldern profitieren, aber durchaus auch für Deutschland und Europa.
  • Strom und Erdöl ist teuer und daher stehen Verfahren, die Energie- und Rohstoffkosten senken, gleichermaßen hoch im Kurs.
  • Deshalb werden die Anlagen zwar größer, aber gleichzeitig wird die eingesetzte Verfahrenstechnik kompakter, das senkt Investitionskosten, Capex und Opex werden optimiert.

Darum wird auch in Deutschland gebaut.Weiter auf Seite 2

Ergänzendes zum Thema
 
„Wir sparen eine ganze Produktionsstufe“

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