Rohstoffpreise Oktober 2012 Rohölpreise fahren Zickzack auf hohem Niveau – Gaspreise sinken

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Weltmarkt.

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Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs
Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise haben im Verlauf des Septembers 2012 auf Dollarbasis nochmals etwas angezogen. Geringen Rückgängen energetischer Rohstoffe standen höheren Metall- und sonstigen Rohstoffpreisen gegenüber. Infolge der stärkeren Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar gingen die Preise in Euro gerechnet jedoch leicht zurück. Vor allem die Rohölpreise vollzogen einen Zickzackkurs. Einerseits gab es zeitweise positive Impulse aus der Hoffnung auf ein Ende bzw. eine Abmilderung der Euro-Krise. Anderseits belasteten dann wieder Sorgen um eine Abschwächung des Wachstums in China und den USA.

Für das laufende Quartal wird eine gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um knapp eine Millionen Barrel höhere Rohölnachfrage erwartet. Im Jahresdurchschnitt 2013 dürften gut 800.000 Barrel hinzukommen. Einer höheren Förderung in Ländern außerhalb der OPEC steht eine weitgehend stabile OPEC-Produktion gegenüber – mit steigenden Anteilen des Iraks und sinkender Förderung im Iran. Insgesamt ist die Versorgungslage derzeit als gut zu bezeichnen, obwohl das Förderniveau Libyens von vor dem Umsturz noch nicht ganz erreicht ist.

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Militärschlag könnte Rohölpreise in die Höhe treiben

Der sich verschärfende Ton in der politischen Diskussion zwischen den USA, Israel und Iran hält – verbunden mit dem Syrien-Konflikt – die Preise unverändert auf hohem Niveau. Die IKB Deutsche Industriebank sieht daher den Rohölpreis weiter in einem Band von +/- 10 US-Dollar um die Marke von 110 US-Dollar je Barrel Brent. Bei einer militärischen Intervention bzw. einer Ankündigung derselben nach den US-Wahlen im November ist ein Ansteigen auf bis zu 140 US-Dollar je Barrel möglich.

Bis Jahresende prognostiziert die IKB eine Bewegung des Wechselkurses des US-Dollar zum Euro um die Marke von 1,30 US-Dollar je Euro mit einem Band von +/- 5 Cent. Erst im Jahr 2013 ist ein nachhaltiges Überschreiten der Marke von 1,30 US-Dollar je Euro zu erwarten.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

* Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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