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Rohstoffpreise August 2012 Rohölpreise bleiben trotz geopolitischer Turbulenzen konstant

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise zogen auf US-Dollar-Basis im Juli 2012 gegenüber dem Vormonat um 5,7 Prozent an, in Euro gerechnet kam es infolge der Abwertung des Euro zum Dollar sogar zu einem Anstieg von 7,8 Prozent. Neben höheren Energiepreisen waren hierfür vor allem auch stark anziehende Preise von agrarischen Rohstoffen ursächlich, die in zu erwartenden Ernteausfällen begründet sind.

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Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs im August 2012
Weltrohstoffpreisindex und Wechselkurs im August 2012
(Grafik: IKB)

Frankfurt – Auf den internationalen Rohölmärkten spielten die geopolitischen Turbulenzen weiter eine wichtige Rolle. So reduzierte der Iran seine Fördermenge, während im Gegenzug Libyen fast wieder auf dem Förderniveau von vor Beginn der Arabellion lag.

Insgesamt ist die Versorgung jedoch derzeit als komfortabel zu bezeichnen, der Anstieg der weltweiten Ölnachfrage im zweiten Quartal von rund 1,1 Millionen Barrel pro Tag gegen Vorjahr konnte problemlos dargestellt werden. Hierzu trug auch die gestiegene Förderung außerhalb des OPEC-Raumes bei.

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Militärische Interventionen bergen Risiko für Anstieg der Ölpreise

Im Verlauf des dritten Quartals sieht die IKB den Rohölpreis trotz der schwächeren Entwicklung der Euro-Zone weiter in einem Band zwischen 100 und 110 US-Dollar je Barrel Brent. Das Säbelrasseln in Richtung Iran sowie der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien mit einer reduzierten Förderung der dortigen Rohölproduktion lassen ein weiteres Absinken nicht zu. Militärische Interventionen bergen ein kurzfristiges Potenzial für ein starkes Anziehen der Preise.

Vor dem Hintergrund der Finanzmarktturbulenzen mit einer erheblich schwächeren Entwicklung einiger Länder der Euro-Zone kommt es weiterhin zu einem Wetten gegen den Euro. Im Verlauf des dritten Quartals sieht die IKB einen Wechselkurs des US-Dollars zum Euro von 1,25 US-Dollar je Euro mit einer Bandbreite von fünf Cent um diesen Wert.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

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