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Rohstoffpreise November 2013 Rohöl wird nach Entspannung im Nahen und Mittleren Osten günstiger

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Wie jeden Monat fasst PROCESS die aktuellen Rohstoffpreise zusammen und veranschaulicht im Artikel sowie in der Bildergalerie mit Texten und Grafiken die Entwicklungen auf dem Rohstoff-Weltmarkt. Die IKB Deutsche Industriebank beobachtet leicht sinkende Rohstoffpreise und bewertete die Trends für den kommenden Monat.

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Die Weltrohstoffpreise sinken leicht nachdem ein möglicher Militärschlag in Syrien vom Tisch scheint und die Haushaltsdebatten in den USA sich beruhigt haben.
Die Weltrohstoffpreise sinken leicht nachdem ein möglicher Militärschlag in Syrien vom Tisch scheint und die Haushaltsdebatten in den USA sich beruhigt haben.
(Quelle: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise standen im Oktober stark unter dem Eindruck der Haushaltsdebatten und der unsicheren weiteren Entwicklung in den USA. Dies überkompensierte die teilweise guten Nachrichten aus China und Teilen Europas.

Die Weltrohstoffpreise sanken im vergangenen Monat um gut 2 %, diejenigen in Euro gerechnet gaben infolge der Aufwertung um über 4 % nach. Vor allem entspannten sich die Rohölnotierungen. Da sich keine militärischen Interventionen in Syrien abzeichneten und auch der Iran auf „Schmusekurs“ mit dem Westen ging, lagen viele investive Anleger mit ihren Prognosen in Richtung stark anziehender Rohölpreise daneben. Die leicht höhere Nachfrage konnte aufgrund der Produktionsausweitung außerhalb der Opec (primär in Nordamerika) problemlos befriedigt werden, und dies obwohl die Opec insgesamt die Liefermengen kürzte. Saudi-Arabien übernahm innerhalb der Opec einmal mehr die Ausgleichsfunktion und weitete im Vergleich zum Jahresanfang seine Produktion um 1 Mio. Barrel/Tag aus, was andere Lieferkürzungen kompensierte. Für 2014 wird nun im Jahresdurchschnitt ein Nachfrageanstieg um gut 1 Mio. Barrel pro Tag (also +1,1 %) erwartet. Auch dieser ist aus den derzeitigen Kapazitäten problemlos darstellbar. Ohne erneute geopolitische Belastungen gäbe dies 2014 sogar Preisspielraum nach unten, falls sich die Lage in Nordafrika sowie in Syrien weiter beruhigen sollte.

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Für den Wechselkurs des US-Dollar zum Euro erwartet die IKB bis zum Jahresende eine Bewegung zwischen 1,35 und 1,40 US-$/€. Dies dürfte auch der Start in das Jahr 2014 werden. Die Unsicherheiten rund um die US-Politik – Ausstieg aus dem Aufkaufprogramm, Anhebung der Schuldenobergrenze im Februar – erschweren aktuelle Wechselkursprognosen; heftige Kurskorrekturen sind in diesem Umfeld nicht auszuschließen.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rohstoffpreisen, -Lagerbeständen und der Rohstoffproduktion weltweit können Sie den Grafiken in der Bildergalerie und deren Untertexten entnehmen.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachschauen.

Rückblick:

Rohstoffpreise Oktober – Haushaltssperre in den USA setzt Rohstoffpreise unter Druck

Rohstoffpreise September – Weltrohstoffpreise im Sog der Syrien-Krise

Rohstoffpreise August – Weltrohstoffpreise ziehen an – Beginn der Trendwende?

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