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Röntenprüftechnik

Röntgenprüftechnik als Entscheidungshilfe beim Einsatz in der Lebensmittelindustrie

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Für Unternehmen der Lebensmittelindustrie gibt es viele Gründe, in Röntgenprüfsysteme zu investieren. Die Systeme gelten als unverzichtbares Tool für das Risikomanagement, tragen zur Qualitätsverbesserung bei oder dienen als Marketing-Instrument zur Imagepflege.

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Die Röntgenprüftechnik ist in der Lage, in Verpackungen oder Produktströmen Knochen-, Stein- und Glasfragmente, Metalle sowie zahlreiche Kunststoffe zu erkennen. (Ishida)
Die Röntgenprüftechnik ist in der Lage, in Verpackungen oder Produktströmen Knochen-, Stein- und Glasfragmente, Metalle sowie zahlreiche Kunststoffe zu erkennen. (Ishida)

Die Röntgenprüftechnik erkennt Inkonsistenzen in Materialien. Das System ist in der Lage, in Verpackungen oder Produktströmen, die einen bestimmten Punkt passieren, Fremdkörper zu identifizieren. Erkannt werden Knochen-, Stein- und Glasfragmente, Metalle, wie Eisen, Stahl, Edelstahl und Aluminium sowie zahlreiche Kunststoffe wie Nylon, PVC oder Teflon. Die Mindestgröße der erkennbaren Partikel variiert je nach Material und hängt außerdem von der Empfindlichkeit des Systems ab.

Fremdkörper sind nicht die einzigen Inkonsistenzen, die ein Röntgenprüfsystem erfassen kann. Auch Hohlräume und beschädigte oder fehlende Produktteile treten deutlich zutage und erschließen ganz neue Bereiche der Qualitätskontrolle. Im Gegensatz zu Metalldetektoren können Röntgenprüfsysteme eine komplette Bandbreite an Inkonsistenzen in Produkten erkennen, die in Dosen oder metallisierten Folien verpackt sind. Die Röntgenprüftechnik eignet sich außerdem für eine Reihe weiterer Funktionen von der Veranschlagung des Stückgewichts bis hin zur Messung des Fettgehalts von Fleisch.

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Ein angemessenes Risikomanagement beinhaltet grundsätzlich eine exakte Beurteilung der möglichen Fehler, ihrer eventuellen Auswirkungen und der denkbaren Folgen einschließlich ihrer Kosten. Die Gesetzgebung verlangt in der Regel, dass die Lebensmittelindustrie geeignete Maßnahmen ergreift, um solche Vorkommnisse zu vermeiden. Die Verantwortlichen müssen die möglichen Maßnahmen zur Vorbeugung bewerten und deren Kosten veranschlagen.

Fremdkörper in Lebensmitteln können sehr unterschiedliche Auswirkungen beim Verbraucher haben. Die Palette reicht von einer diffusen Ablehnung und einem geringfügigen Vertrauensverlust in das Produkt bis hin zu schmerzhaften Verletzungen (etwa durch abgebrochene Zähne) und schwerwiegenden Gefahren für die Gesundheit. Selbst kleine Vorfälle führen häufig zu Beanstandungen. Kommt es aber zu Erkrankungen oder gar Todesfällen, sind zivil- und strafrechtliche Klagen die Konsequenz.

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