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Green Pharma Roche nachhaltigster Player im Pharma-Markt

| Redakteur: Gerd Kielburger

Hat die Pharmabranche Umweltleistungen bisher nicht ausreichend stark im Fokus? Eine aktuelle Studie von PA Consulting Group zeigt Chancen der Branche, Umweltleistungen noch besser zu nutzen.

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Wie grün ist die Pharmaindustrie? Eine aktuelle Studie von PA Consulting Group zeigt Chancen der Branche, Umweltleistungen noch besser zu nutzen.
Wie grün ist die Pharmaindustrie? Eine aktuelle Studie von PA Consulting Group zeigt Chancen der Branche, Umweltleistungen noch besser zu nutzen.
(Bild: Merck/VFA)

Frankfurt/Main – Auch in der Pharmaindustrie ist nachhaltiges Wirtschaften weiter eine große Herausforderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie der PA Consulting Group zu Umweltleistungen in der Arzneimittelbranche. Zwar gebe es erste Anzeichen, dass sich diese Entwicklung beschleunige – das Vorgehen sei aber noch eher inkonsequent und wenig zielgerichtet, so die Ersteller der Studie.

Einige Pharmafirmen hätten aber erkannt, dass Nachhaltigkeit sowohl neue Geschäftsfelder als auch Einsparpotenziale erschließe. PA analysierte dazu die Nachhaltigkeitsstrategie und operative Leistung vier weltweit führender pharmazeutischer Unternehmen – AstraZeneca, Novartis, Roche und Sanofi. Deren Ergebnisse wurden auf einer Skala mit insgesamt 100 möglichen Punkten miteinander verglichen.

Kommunikation und Verankerung in der Organisation

Im ersten Themenblock wurden Klarheit und Kommunikation sowie organisatorische Verankerung der Nachhaltigkeitsstrategie untersucht, wofür bis zu 40 Punkte erreicht werden konnten. Novartis erzielte hier für eine klar kommunizierte Strategie 20 Punkte, AstraZeneca und Sanofi erhielten jeweils 19 Punkte – allen gemeinsam waren Mängel in der organisatorischen Verankerung. Roche landete mit 17 Punkten auf dem vierten Platz – mit Verbesserungspotenzialen in der Strategie, aber letztlich doch mit der besten Gesamtwertung.

Trotz ähnlicher Punktzahlen der vier Unternehmen für die Strategie waren bei operativen Leistungen klare Abstände zwischen den Unternehmen zu verzeichnen. Wirksame Unterscheidungsmerkmale waren vor allem konkrete Verbesserungen im betrieblichen Ablauf, obwohl diese nicht direkt aus der Nachhaltigkeitsstrategie abzuleiten waren. Die Studie beleuchtete die Leistungsdaten der Unternehmen in Bezug auf Energie- und Wasserverbrauch sowie Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen, wofür bis zu 60 Punkte erreicht werden konnten.

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