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Halbjahresergebnis Roche

Roche mit gutem Halbjahresergebnis - Gewinn und Umsatz gestiegen

| Redakteur: Marion Henig

Die Roche-Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2010 ein gutes operatives Ergebnis: Der Konzernumsatzkletterte währungsbereinigt um fünf Prozent auf 24,6 Milliarden Franken. Die Division Pharma steigerte ihre Verkäufe um vier Prozent in lokalen Währungen auf 19,4 Milliarden Franken.

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Severin Schwan, CEO von Roche zum Halbjahresergebnis 2010: "Wir sind weiterhin auf Kurs, unsere Ziele für 2010 zu erreichen." (Bild: F. Hoffmann-La Roche AG)
Severin Schwan, CEO von Roche zum Halbjahresergebnis 2010: "Wir sind weiterhin auf Kurs, unsere Ziele für 2010 zu erreichen." (Bild: F. Hoffmann-La Roche AG)

Basel/Schweiz – "In den ersten sechs Monaten erzielte Roche in einem zunehmend anspruchsvolleren Marktumfeld ein gutes operatives Ergebnis und weist eine sehr erfreuliche Entwicklung beim Konzerngewinn aus", kommentierte CEO Severin Schwan das aktuelle Halbjahresergebnis von Roche.

In der Division Pharma hat besonders die gewachsene Nachfrage nach den Krebsmedikamenten Avastin, MabThera/Rituxan,Herceptin, Xeloda und Tarceva zum positiven Halbjahresergebnis beigetragen; insgesamt erhöhten sich die Verkäufe der Onkologieprodukte im ersten Halbjahr um 9 Prozent in lokalen Währungen. Weitere wichtige Wachstumsträger der Division Pharma waren das Augenheilmittel Lucentis, Actemra/RoActemra für rheumatoide Arthritis und das Anämiemedikament Mircera. Diese Erfolge konnten die wie erwartet wesentlich geringeren Verkäufe von Tamiflu mehr als ausgleichen. Ohne Tamiflu lag das Verkaufswachstum bei sechs Prozent in lokalen Währungen und damit erneut über dem Marktdurchschnitt.

Die Division Diagnostics verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2010 einen Anstieg der Verkäufe auf 5,3 Milliarden Franken, was einem Zuwachs von 9 Prozent in lokalen Währungen Den größten Beitrag zu diesem kräftigen Wachstum leisteten Professional Diagnostics mit dem Immunoassay-Geschäft, Diabetes Care mit den Messgeräten Accu-Chek Aviva und Accu-Chek Performa sowie dem neu lancierten Accu-Chek Mobile, gefolgt von Applied Science mit starkem Wachstum im Bereich Zellanalyse.Der Betriebsgewinn des Konzerns vor Sonderpositionen stieg um elf Prozent in lokalen Währungen und lag somit erneut über dem Verkaufswachstum. Dazu beigetragen haben neben dem Umsatzzuwachs weitere Produktivitätsverbesserungen. Die Division Pharma steigerte ihren Betriebsgewinn (vor Sonderpositionen) um neun Prozent in lokalen Währungen auf 8,0 Milliarden Franken. Grund dafür waren hauptsächlich die höheren Verkäufe und Kostensynergien durch die Integration von Genentech. Der Betriebsgewinn der Division Diagnostics wuchs markant um 45 Prozent in lokalen Währungen

auf 947 Millionen Franken, was dem starken Verkaufswachstum und den laufenden Programmen zur Steigerung der operativen Effizienz zuzuschreiben war.

Der Konzerngewinn wuchs um 37 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken, was auch darauf zurückzuführen ist, dass der Sonderaufwand für die Integration von Genentech im ersten Halbjahr 2010 erheblich geringer ausfiel als noch 2009. Ohne Sonderpositionen stieg der den Inhabern von Roche-Titeln zuzurechnende Konzerngewinn um acht Prozent (in Franken). Der Kerngewinn pro Titel, der weder Sonderpositionen noch Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielles Anlagevermögen enthält, wuchs um 11 Prozent in lokalen Währungen.

Ausblick für das Gesamtjahr 2010 bestätigt

Trotz der tieferen Verkäufe von Tamiflu (erwartete Abnahme von 3,2 Milliarden Franken im Vorjahr auf 1 Milliarde Franken im laufenden Jahr) und des anspruchvolleren Marktumfelds bestätigt Roche aufgrund des guten Halbjahresergebnisses den Ausblick für das Gesamtjahr 2010. Außerordentliche Ereignisse vorbehalten, erwartet Roche für den Konzern und die Division Pharma im Jahr 2010 ein währungsbereinigtes Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Bereich (ohne die Verkäufe von Tamiflu). Für die Division Diagnostics erwartet Roche ein deutlich über dem Markt liegendes Wachstum.

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