Risikomanagement

Risikomanagement in industriellen Projekten

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Projektspezifische Risiken sind zum Beispiel Risiken, die sich durch den Einsatz einer neuen Technik ergeben oder auch ein Massenermittlungsrisiko. Landesspezifische Risiken sind zum Beispiel Risiken durch öffentliche Meinung oder Risiken in Zusammenhang mit der Entzollung. Bricht man diese Gliederung runter bis auf die zur jeweiligen Klasse passenden Einzelrisiken, so lassen sich daraus für die Vertragsverhandlung leichter Ziele ableiten, die im Vertrag abgebildet werden sollten. Wichtig ist hierbei, zu beachten, dass Risiken untereinander wechselwirken können. Es gilt wieder die Teamarbeitsthese. Fachdisziplinen sollten sich darüber austauschen, welche Einzelrisiken Auswirkungen auf die Arbeit anderer Fachdisziplinen haben.

Risikomanagement erleichtert Vertragsverhandlungen

Die Contract-Management-These: Risikomanagement während der Anbahnungsphase dient dazu, für die Vertragsverhandlung leichter Ziele abzuleiten, die im Vertrag abgebildet werden sollten. Hier gilt es, den identifizierten Einzelrisiken Vertragsparagraphen gegenüberzustellen, welche das Gefährdungspotenzial im künftigen Projekt der Leistungsfähigkeit des eigenen Unternehmens zum geplanten Abwicklungszeitpunkt anpassen. die Umsetzung der vorgenannten Strukturthese erleichtert dabei die Arbeit erheblich.

Ist die Projektvergabe erfolgt und die Abwicklungsphase begonnen, so sollte jetzt das Abwicklungsteam mit den Inhalten der Strukturthese vertraut gemacht werden. Nun dient das projektbegleitende, kontinuierliche Risikomanagement dazu, den Gefährdungen aus der Praxis auf der Basis der bestmöglich erzielten Maßnahmen mit den Mitteln des Projekt- und Contract-Managements zu begegnen.

Risikomanagement sollte integraler Bestandteil der Projektanbahnung und Projektabwicklung sein. Die Ergebnisse des Risikomanagements sollten strukturiert in das Contract-Management einfließen sowie dazu beitragen, Abwicklungsstrategien zu entwickeln und zu verfolgen. Gleichermaßen sollten sie Eingangsgröße sein für das projektbegleitende Claim-Management, um Strategien für das Claim-Management und daraus abzuleitende Einzelmaßnahmen zu definieren sowie im Projekt umzusetzen. Kurz: Risikomanagement findet im Team statt, lückenlos entlang der Wertschöpfungskette im Projekt.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer SchwestermarkeMM Maschinenmarkt.

* Dipl.-Ing. Jürgen H. Hahn leitet die Beratung bei 11:55 PM consultants GmbH, 14482 Potsdam, Tel.: (03 31) 8 67 50-1 50, expertise@1155pm.de

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