Suchen

Nachhaltige Ressourcennutzung Reststoffe aus Lebensmittelindustrie für Chemieproduktion nutzen

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

RIN Stoffströme startet ein Projekt zur Bestandsaufnahme von biologischen Reststoffpotenzialen der Lebensmittelindustrie im Rheinland. Erarbeitet durch Dr. Arno Becker (USV-Agrar) wird ermittelt, welche Reststoffe für die zukünftige Nutzung in Produkten der Chemieindustrie zur Verfügung stehen. Die Studie soll bis September 2016 Ergebnisse liefern.

Firma zum Thema

Welche Potenziale können in der Lebensmittelverarbeitung noch gehoben werden?
Welche Potenziale können in der Lebensmittelverarbeitung noch gehoben werden?
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Düsseldorf – „Eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen ist gerade im Bereich der Lebensmittelwirtschaft von entscheidender Bedeutung. Bereits heute wird versucht den Anteil von Reststoffen so gering wie möglich zu halten und möglichst alle Teile der Pflanze zu verwerten. Jedoch werden Nebenprodukte oftmals lediglich energetisch verwertet. Mit der vorliegenden Studie wollen wir ermitteln in welchen Bereichen noch Potentiale für eine höherwertige stoffliche Nutzung vorhanden sind.“ so Dennis Herzberg, Projektleiter des Innovationsnetzwerks RIN Stoffströme.

Diese Biomassepotenziale sollen nun in der Region Rheinland in ausgewählten, biomasseverarbeitenden Wirtschaftsbereichen der Land- und Lebensmittelwirtschaft untersucht werden. Hierbei wird ermittelt welche konkreten Reststoffe in den einzelnen Wirtschaftsbereichen anfallen und welchen Verwendungen Sie aktuell zugeführt werden. Schließlich wird daraus abgeleitet welche alternativen Nutzungsoptionen bestehen und wie diese in Folgeprojekten umgesetzt werden können.

Rohstoffpotenziale ableiten

„Regionale Ansätze sind gut geeignet um Ausgangspunkte für die Umsetzung übergeordneter politischer Strategien zu bilden. Für das Innovationsfeld Bioökonomie ist gerade die Region Rheinland in vielerlei Hinsicht interessant. Zum einen bietet es beste Standortbedingungen für die landwirtschaftliche Primärerzeugung und damit für die Verfügbarkeit von Biomasse, zum anderen liegt dadurch bedingt traditionell eine hohe Dichte an biomasseverarbeitenden Betrieben vor, in denen biogene Rest- und Nebenprodukte anfallen. Eine genauere Untersuchung der vorliegenden Stoffströme und der daraus abzuleitenden Reststoffpotenziale, die zu konkreten Projektansätzen führen könnten, ist dabei vielversprechend.“ beschreibt Dr. Arno Becker, Inhaber von USV-Agrar (Ldw. Unternehmensberatung & Sachverständigenbüro), die Zielsetzung.

Hervorgegangen ist das Projekt aus dem regionalen Innovationsnetzwerk „Modellregion für eine innovative und nachhaltige Stoffstromnutzung“, kurz RIN Stoffströme, das vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein Westfalen gefördert wird.

(ID:44109263)