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Chempark Leverkusen

Repower plant den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks

| Redakteur: Gabriele Ilg

Die Schweizer Energieunternehmung Repower plant, auf dem Gelände des Chempark Leverkusen ein Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) mit einer Leistung von etwa 430 Megawatt zu bauen. Insgesamt sollen rund 340 Millionen Euro investiert werden.

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Dr. Ernst Grigat, Chempark-Leiter Leverkusen; Dr. Daniel Fritsche, Projektleiter Repower; Heiko Schmitt, Projektleiter Currenta und Felix Vontobel, stellv. CEO Repower, (v.l.) stellen in der Wiesdorfer Bürgerhalle gemeinsam das neue Investitionsprojekt „Gas- und Dampfkraftwerk“ vor. (Bild: Currenta)
Dr. Ernst Grigat, Chempark-Leiter Leverkusen; Dr. Daniel Fritsche, Projektleiter Repower; Heiko Schmitt, Projektleiter Currenta und Felix Vontobel, stellv. CEO Repower, (v.l.) stellen in der Wiesdorfer Bürgerhalle gemeinsam das neue Investitionsprojekt „Gas- und Dampfkraftwerk“ vor. (Bild: Currenta)

Leverkusen, Poschiavo/Schweiz – Auf Basis der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erreicht die Anlage einen Brennstoffnutzungsgrad von über 80 Prozent. Als Betreiber und Manager des Chempark Leverkusen soll Currenta Dampf aus dem Kraftwerk beziehen und damit die Unternehmen am Standort versorgen.

Das Kraftwerksprojekt von Repower wird in enger Zusammenarbeit mit Currenta entwickelt. In dem modernen Kraftwerk wird sowohl Strom für die Kunden von Repower auf dem deutschen Markt als auch Dampf für den Chempark produziert. Repower kann weitere eigene Kraftwerkskapazitäten in ihrem Schlüsselmarkt Deutschland aufbauen, Currenta sichert eine hoch effiziente und kostengünstige Versorgung der im Chempark Leverkusen ansässigen Unternehmen mit Dampf.

Hoher Wirkungsgrad

Das Kraftwerk verfügt über eine elektrische Leistung von etwa 430 Megawatt. Mit dieser Leistung können jährlich rund 800000 deutsche Haushalte mit Strom versorgt werden. Durch die zusätzliche Einspeisung von Prozessdampf in das Leitungsnetz des Chempark Leverkusen wird aus dem GuD-Kraftwerk eine KWK-Anlage, die einen sehr hohen Brennstoffnutzungsgrad von über 80 Prozent erreicht. Die Auslegung des Kraftwerks wird speziell auf die Bedürfnisse der Chemiepark-Partner abgestimmt, sodass die Dampfversorgung bedarfsgerecht auf unterschiedlichen Druckstufen erfolgen wird.

Die neue Anlage würde die bestehenden Gaskessel in den Kraftwerken im Chempark Leverkusen um eine klimafreundlichere und wirtschaftlichere Technologie ergänzen. Damit wird eine besonders effiziente Energiebereitstellung zu verbrauchsintensiven Zeiten - also in der Regel werktags - gewährleistet. Derzeit werden alle für das Genehmigungsverfahren erforderlichen Unterlagen vorbereitet.

Starke Basis für Tätigkeit im deutschen Markt

Deutschland ist für Repower ein Schlüsselmarkt und für die Marktaktivitäten des Unternehmens von großer Bedeutung. Zusätzliche Produktionskapazität ist die Grundlage für den weiteren Ausbau der Repower-Tätigkeiten auf diesem Markt. Die Anlage in Leverkusen wird zu 100 Prozent Eigentum von Repower sein.

„Mit dem künftigen Kraftwerk in Leverkusen werden wir unsere eigene Produktionsbasis in Deutschland deutlich stärken und diversifizieren können“, kommentiert Felix Vontobel, stellvertretender CEO und Leiter Anlagen, das Projekt. „Damit können wir unsere Handels- und Vertriebstätigkeiten in Deutschland auf eine starke eigene Basis stützen, was uns auch die Weiterentwicklung dieses Marktes ermöglicht.“

Auch für den Chempark ist eine zuverlässige, umweltgerechte und kostengünstige Energieversorgung von großer Bedeutung. „Wir freuen uns, wenn wir mit der Schweizer Firma Repower einen neuen wichtigen Partner im Chempark Leverkusen begrüßen dürfen. So rücken wir auch unserem Ziel – Europas attraktivster Chemiepark zu werden – wieder ein Stück näher“, betont der Chempark-Leiter. Grigat weiter: „Für uns ist Dampf einer der wichtigsten Energieträger bei der Herstellung von chemischen Produkten. Durch die Flexibilität des modernen Kraftwerks gestalten wir die Energieversorgung dann auch weiterhin bedarfsgerecht und effizient.“

Der Geschäftsführer des Chempark-Betreibers Currenta, Dr. Klaus Schäfer, hebt die besondere Bedeutung des Klimaschutzes bei diesem Projekt hervor: „Das geplante Kraftwerk trägt dazu bei, dass wir auch in Zukunft auf eine umweltfreundliche Energieversorgung zurückgreifen können. Und: Wir unterstützen damit auch die Ziele der Bundesregierung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Anteil des umweltschonenden, in Kraft-Wärme-Kopplung produzierten Stroms bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent zu erhöhen. Da die chemische Industrie zu den energieintensiven Branchen gehört, ist der Chempark bestens geeignet, die Ziele der Bundesregierung zum Erreichen der 25-Prozent-Marke für KWK-Strom zu unterstützen.“

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