Biopharmazie Rentschler erweitert cGMP-Produktionskapazität wegen internationaler Nachfrage

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Rentschler Biotechnologie hat einen 2000 l Single-Use-Bioreaktor am Standort Laupheim in Betrieb genommen. Damit setzt das Dienstleistungsunternehmen für die Produktion von Biopharmazeutika nur wenige Wochen nach dem Produktionsstart einer Twin-Anlage mit zwei 3000 l Edelstahl-Bioreaktoren den kontinuierlichen Ausbau der cGMP-Produktionskapazität fort.

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Rentschler hat einen weiteren Single-Use-Bioreaktor in Betrieb genommen.
Rentschler hat einen weiteren Single-Use-Bioreaktor in Betrieb genommen.
(Bild: Rentschler)

Laupheim – Nachdem bereits im Jahr 2015 ein 2000 l Single-Use-Bioreaktor in Betrieb genommen wurde, verfügt Rentschler nun in Summe über zweimal 1000 l und zweimal 2000 l Single-Use-Produktionsanlagen. Das ermöglicht eine vollständig in Single-Use-Bioreaktoren stattfindende Produktion von rekombinanten Proteinen, auch für späte Phasen der klinischen Entwicklung sowie für die Marktversorgung mit Biopharmazeutika, die in der Therapie von schwerwiegenden Krankheiten zum Einsatz kommen.

International stark wachsendes Geschäft

„Nur wenige Wochen nach der Inbetriebnahme unserer Twin-Anlage erweitert Rentschler mit einem neuen 2000 l Single-Use-Bioreaktor seine Produktionskapazität erneut. Durch diese Kapazitätserweiterung können wir das starke Wachstum im internationalen Geschäft bedienen“, kommentiert Frank Mathias, Geschäftsführer der Rentschler Biotechnologie. Rentschler bietet mit seinem Full-Service-Konzept optimale kundenspezifische Lösungen an, welche unterschiedlichsten Bedürfnissen hinsichtlich Maßstab, Produktionsvolumina oder -charakteristika individuell begegnen und die Effizienz und Zweckmäßigkeit biopharmazeutischer Produktion maximieren.

„Die Bereitstellung von sowohl Single-Use- als auch Edelstahl-Technologien spielt zukünftig weiterhin eine wichtige Rolle für die Herstellung und erlaubt eine hohe Flexibilität - auch für unsere Kunden. Wir richten unsere Ziele an den Zielen der Kunden aus", ergänzt Dr. Frank Mathias. Im Zuge der kontinuierlichen Kapazitätserweiterungen und Investitionen am Standort Laupheim ist Rentschler weiterhin auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften, vor allem Prozessingenieuren und Laboranten für Bioprozessentwicklung und Produktion sowie Experten im Bereich Good Manufacturing Practice.

Über Single-Use

Single-Use-Technologien haben innerhalb weniger Jahre zu einem Paradigmenwechsel in der Herstellung klinischen Materials geführt. Im Vergleich zu Edelstahl-Bioreaktoren bergen sie nicht nur ein geringeres Kontaminationsrisiko, sondern sind auch kostengünstiger und lassen sich schneller implementieren. Besonders hervorzuheben ist die durch Single-Use-Anlagen ermöglichte Flexibilität, da sich Produktionsprozesse modular konzipieren und dadurch leichter skalieren lassen. Außerdem sind schnellere Produktwechsel möglich, wodurch sich die "Time-to-Market" verkürzen lässt. Die beiden 2000 l Single-Use-Bioreaktoren können zudem zusammen betrieben werden, was einen höheren Durchsatz bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten ermöglicht.

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