Produktion komplexer Moleküle Rentschler Biopharma legt Grundstein für Produktionsstätte in den USA

Redakteur: Alexander Stark

Eine neue Anlage am bestehenden Standort von Rentschler Biopharma in Milford, USA, soll die cGMP-Produktionskapazitäten des Unternehmens erheblich erweitern und die klinische und kommerzielle Versorgung mit Biopharmazeutika beschleunigen. Der Standort wird über hochflexible, automatisierte Produktionslinien verfügen sowie modernste Dienstleistungen und Digitalisierungstechnologien anbieten.

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Rentschler Biopharma feiert den ersten Spatenstich für seine neue Anlage in Milford, USA, die die cGMP-Kapazität des Unternehmens verdoppeln soll.
Rentschler Biopharma feiert den ersten Spatenstich für seine neue Anlage in Milford, USA, die die cGMP-Kapazität des Unternehmens verdoppeln soll.
(Bild: Rentschler Biopharma)

Laupheim; Milford/USA — Der Auftragsentwickler Rentschler Biopharma hat den ersten Spatenstich für seine neue Produktionsstätte gesetzt, die am bestehenden Standort in Milford, USA, im Großraum Boston errichtet wird. Das neue Manufacturing Center US (RBMC US) wird über eine zusätzliche Reinraumfläche von ca. 2050 m2 verfügen und vier neue 2000-Liter-Einweg-Bioreaktoren beherbergen. Um die Komplexität der biopharmazeutischen Produktion für die Kunden zu reduzieren, ist die Anlage so konzipiert, dass sie leicht an sich verändernde Kundenbedürfnisse angepasst werden kann. Das RBMC US wird voraussichtlich Ende 2023 in Betrieb gehen.

Die Pläne für die Anlage sehen einen modern angelegten Großraum für flexibles Upstream Processing vor. Die für das Downstream Processing vorgesehenen Bereiche sind mit Räumlichkeiten zum Vorbereiten der Prozesse und Lagern von Puffern ausgestattet. Das Gebäudedesign lässt künftige Anpassungen in Bezug auf Größe und Kapazität zu. Die Produktionsstätte wird erweiterte Kapazitäten für Qualitätskontrolle (QC), Entwicklung und Lagerhaltung umfassen. Die neue, hochmoderne Anlage wird in hohem Maße automatisiert sein und Industrie-4.0-Lösungen nutzen, teilte das Unternehmen mit. Dazu gehören digitale Dienstleistungen und Analysen, wie Analytik zur Optimierung der Ausbeute, Überwachung der Abläufe mit Augmented / Virtual Reality und kontaktlose Chargenfreigabe.

Dr. Frank Mathias, CEO der Rentschler Biopharma SE, sagte: „Der Beitrag von Rentschler Biopharma zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen gegen das Covid-19-Virus hat uns aufgezeigt, wie wichtig es ist, über hochgradig anpassungsfähige Produktionskapazitäten zu verfügen.“ Auch Erfahrung und hohes fachliches Know-how seien unerlässlich, um neue therapeutische Modalitäten schnell herstellen zu können.

Der derzeitige Standort in Milford wurde bereits von der auf ein Produkt spezialisierten kommerziellen Anlage zu einer Multi-Produkt-Anlage mit Bioreaktoren bis zu 500 Litern Fassungsvermögen entwickelt. Das Unternehmen hat auch sein versiertes Team in Milford sowohl personell als auch fachlich aufgestockt. Die neue Anlage soll das Angebot des Unternehmens in den USA in Bezug auf die Kapazität und die Vielfalt der Projekte nun erheblich erweitern.

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