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Rechte und Pflichten bei Open-Source-Lizenzen beachten

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2. Vorsicht bei Wiederveröffentlichungspflicht

Bei vielen Open-Source-Lizenzen, etwa der GPL, geht das Recht der beliebigen Veränderung mit der Pflicht einher, diese Veränderungen wieder zu veröffentlichen und auch anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Passt ein Unternehmen eine Software mit einer solchen Lizenz an seine individuellen Geschäftsprozesse an, riskiert es, dass Mitbewerber Einblick in das eigene Geschäftsmodell erhalten oder die modifizierte Software selbst nutzen.

3. auf Urheberrecht achten

Unternehmen sollten darauf achten, dass der Anbieter der Open-Source-Software das Urheberrecht dafür innehat. Das ermöglicht es ihm, die Lösung gleichzeitig unter beliebig vielen verschiedenen Lizenzen zu veröffentlichen. Eine Lösung, die bereits unter GPL veröffentlicht ist, kann so zusätzlich mit einer geeigneten Lizenz angeboten werden.

Diese kann den Anwender dann etwa von der Pflicht befreien, vorgenommene Modifikationen an der Software zu veröffentlichen. Angesichts der Vielzahl an Anbietern sollten Anwender generell darauf achten, einen vertrauenswürdigen Partner zu wählen. Er muss Rechtssicherheit gewährleisten können, so dass keine Forderungen von Seiten Dritter drohen.

Laut Cornelius Weiss, Team Leader Software Engineering bei Metaways, vertrauen immer mehr Unternehmen auf Open Source. Sie sollten sich aber vorab genau über ihre Rechte und Pflichten informieren. Auf Experimente sollten man sich jedenfalls nicht einlassen, denn das könne viel Ärger verursachen und sehr teuer werden. Weiss rät, sich einen erfahrenen Partner zu suchen, der Rechtssicherheit bieten kann.

Der Beitrag wurde zuerst auf unserem Schwesterportal MM Maschinenmarkt veröffentlicht.

* Weitere Informationen: Metaways Infosystems GmbH, 20457 Hamburg, Melanie Stelljes, Tel. (0 40) 31 70 31-0, m.stelljes@metaways.de

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