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CO2 als Rohstoff Rat der EU besucht Katalysezentrum von RWTH und Covestro

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Alternativen zu fossilen Rohstoffen für die Erzeugung von Energie und chemischen Produkten werden immer greifbarer. Mithilfe intensiver Forschung von Wissenschaft und Industrie kann das wichtige Element Kohlenstoff zunehmend aus CO2 anstatt aus Erdöl gewonnen werden und so die Chemieindustrie nachhaltiger machen. Davon überzeugte sich am Mittwoch eine Delegation des Rates der EU unter Führung Bulgariens bei ihrem Besuch im Katalyse-Forschungszentrum CAT in Aachen.

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Mit Spitzenforschung die Chemie nachhaltiger machen: eine Delegation des Rates der Europäischen Union unter Führung von Bulgarien besuchte das Katalyse-Forschungszentrum CAT von RWTH Aachen University und Covestro.
Mit Spitzenforschung die Chemie nachhaltiger machen: eine Delegation des Rates der Europäischen Union unter Führung von Bulgarien besuchte das Katalyse-Forschungszentrum CAT von RWTH Aachen University und Covestro.
(Bild: Covestro)

Aachen – Die Einrichtung wird von der RWTH Aachen University und dem Werkstoffhersteller Covestro betrieben. Verschiedene von der EU geförderte Forschungsprojekte dort tragen zur Stärkung der Standortes Europa im globalen Wettbewerb um Innovationsführerschaft in der CO2-Nutzung bei. „Es gilt, die innovative Kraft europäischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen dauerhaft zu unterstützen und auszubauen, damit wir auch in Zukunft eine Spitzenposition im globalen Wettbewerb einnehmen“, betonte Kalin Tomov, Vorsitzender der Sektion Wettbewerb in der Ständigen Vertretung Bulgariens bei der EU.

Derzeit wird innerhalb der EU das neue Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon Europe“ ausgearbeitet. Die Stärkung des europäischen Forschungsraumes sowie eine offene Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie stehen im Mittelpunkt. Während Bulgariens Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union lag der Schwerpunkt für die Mitgliedsstaaten darauf, Forschungsergebnisse zum Wohle der Gesellschaft und der Wirtschaft leichter zugänglich zu machen. Die besondere Aufmerksamkeit der EU-Delegation galt der Leistung, wie Kohlenstoff aus CO2 schon heute zur nachhaltigen Herstellung von Produkten eingesetzt wird. Beispielsweise haben die Forschungserfolge von RWTH und Covestro zur Markteinführung von Matratzen geführt, die mit einem CO2-basierten Grundstoff hergestellt werden.

„Wir haben bewiesen, dass wir gemeinsam mit der Wissenschaft regenerative Rohstoffquellen erschließen und nutzen können“, erläutert Hermann Bach, Leiter des Innovationsmanagements bei Covestro. „Doch es ist noch viel zu tun. Um die Rohstoffbasis in der Wirtschaft insgesamt nachhaltig umzubauen, benötigen wir weiterhin die richtigen europäischen Impulse. Nur so können wir übergreifend zwischen Branchen und Universitäten zusammenarbeiten.“ Ein Beispiel ist das europaweite Forschungsprojekt Carbon 4 PUR: Untersucht wird, wie Industrieabgase über verschiedene Schritte hinweg zur Produktion von nachhaltigen Kunststoffen genutzt werden können. Die RWTH und Covestro sind zwei von 14 Partnern des von der EU geförderten Projekts.

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