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Raffinerie-Großauftrag für Bilfinger Westcon in den USA

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Bilfinger Westcon, eine Tochtergesellschaft von Bilfinger Industrial Services, hat den Zuschlag für das übergreifende Projektmanagement sowie für die Errichtung einer komplett neuen Anlage der Dakota Prairie Refining, LLC in Dickinson in Nord Dakota in den USA erhalten.

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Bilfinger Westcon soll eine neue Raffinerie in Nord Dakota, USA, bauen.
Bilfinger Westcon soll eine neue Raffinerie in Nord Dakota, USA, bauen.
(Bild: Bilfinger)

München – Auftraggeber für das Raffinerie-Projekt sind die Joint Venture-Partner Montana Dakota Utility (MDU) Resources und Calumet Specialty Products Partners. Das Auftragsvolumen liegt bei 135 Millionen Euro. Bis Dezember 2014 sollen die Arbeiten fertiggestellt sein.

Bilfinger Westcon gehört seit Mitte 2012 zum Bilfinger Konzern und ist in der Öl- und Gasindustrie in den USA tätig. Das Unternehmen nahm Anfang April die Arbeit im Rahmen des Projektes auf, bei dem es für die allgemeine Projektleitung sowie für die Errichtung der Dakota Prairie Raffinerie zuständig ist.

Die Öl- und Gasversorgung verbessert sich durch die Erschließung der Ölschieferformation Bakken, die sich über den nördlichen Teil der USA sowie den südlichen Teil Kanadas erstreckt. Die Raffinerie wird die regionalen Ölreserven aus den laufenden Bohraktivitäten in North Dakota verarbeiten und Diesel für die regionale Nachfrage produzieren.

Erste neu gebaute Raffinerie in den USA seit 37 Jahren

Das Projekt ist seit 1976 die erste Raffinerie, die in den USA völlig neu gebaut wird. Sie hat eine Kapazität von täglich 20.000 Barrel Diesel. Für Dr. Michael Herbermann, CEO Bilfinger Industrial Services, ist der Auftrag im Midstream-Bereich der Öl- und Gasindustrie ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Bilfinger Konzerns: „Die USA sind einer unserer strategischen Zielmärkte. Gerade in der Öl- und Gasindustrie sind wir mit unserem Leistungsangebot und unserer großen Erfahrung sehr gefragte Geschäftspartner. Wir werden unsere Aktivitäten in dieser Region weiter verstärken“, erklärt er.

Jean-Pierre Pasquereau, der für Nordamerika zuständige COO, ergänzt: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bei weiteren Großprojekten den Zuschlag erhalten. Unsere Gesellschaften in den USA genießen eine hohe Wertschätzung bei ihren Kunden und können daher jetzt die positive Marktentwicklung nutzen, um die Auftragsbücher zu füllen.“

Mark C. Peterson, CEO von Bilfinger Westcon und Gründer des Unternehmens, sieht vor diesem Hintergrund die neue Zugehörigkeit zum Bilfinger Konzern sehr positiv: „Die Einbindung in ein so großes Unternehmen wie den Bilfinger Konzern mit knapp 70.000 Mitarbeitern und einem breiten Leistungsangebot bietet uns interessante Entwicklungsmöglichkeiten. Im Verbund mit unseren Schwesterunternehmen haben wir noch mehr Potenzial, uns gemeinsam neue Märkte und Regionen zu erschließen.“

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