Vierteilige Strategie für die Zukunft

Quo vadis Chemie 2030?

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Effizientere Produktion: Globaler Wettbewerb und steigende Energie- und Rohstoffkosten sorgen dafür, so die Berechnungen von Prognos, dass die Unternehmen die Messlatte für Ressourceneffizienz noch höher hängen. Obwohl die Produktion bis 2030 um 40 Prozent zulegt, soll der absolute Rohstoffverbrauch um 15 Prozent, der Energieverbrauch nur um acht Prozent ansteigen. Eine vollständige Entkopplung von Wachstum und Primärenergieeinsatz sei aber nicht länger machbar, stellte Engel klar: „Das Ziel der EU, den Energieverbrauch absolut zu begrenzen, ist in der chemischen Industrie nicht mit künftigem Wachstum vereinbar.“ Deshalb müsse in Brüssel bei der Diskussion über die Ziele zur Energieeffizienz der Wirtschaft wieder Realismus statt Wunschdenken die Oberhand gewinnen.

Rohstoffbasis optimieren: Bis 2030 werden die Chemieunternehmen in Deutschland 50 Prozent mehr nachwachsende Rohstoffe als heute für ihre Verfahren verwenden. Der qualitative Wandel der Rohstoffbasis, der die Abhängigkeit der Branche von fossilen Ressourcen verringert, hält an.

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Die Politik soll’s richten

Die politischen Rahmenbedingungen können die Situation verändern – im Positiven wie im Negativen. Das zeigt die Studie in zwei alternativen Entwicklungspfaden: Im Szenario „zerrissene Wertschöpfungsketten“ wird eine restriktive Industriepolitik zu Grunde gelegt, die vor allem in Bezug auf die Energieversorgung zu massiven wirtschaftlichen Einschnitten führen würde. Für dieses Szenario hat Prognos einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden von 440 Milliarden Euro errechnet.

Dagegen zeigt das Szenario „innovationsfreundliches Umfeld“, dass die Politik mit richtigen Maßnahmen zusätzliche Wachstumskräfte mobilisieren und einen positiven Schub für die deutsche Volkswirtschaft bis 2030 auslösen könnte: Er lässt sich nach den Berechnungen auf rund 190 Milliarden Euro beziffern.

Aus Sicht der Branche lassen sich aus der Studie folgende Punkte für die Politik ableiten: Der demografisch bedingten Verknappung von Arbeitskräften muss entgegengewirkt und das Bildungssystem verbessert werden. Darüber hinaus gilt es, die Einwanderungsmöglichkeiten für Fachkräfte zu verbessern. Durch staatliche Forschungsförderung, eine bessere Qualifizierung der Arbeitnehmer und eine höhere Technologieakzeptanz in der Gesellschaft lässt sich das Innovationspotenzial verbessern. Politisch festgelegte Forschungsfelder sowie Förderung einzelner Industriezweige zulasten anderer dämpften hingegen das Wachstum. Sinnvoller sei es, das Industrieland Deutschland insgesamt zu stärken. Die Energiewende müsse kosteneffizient vorangetrieben werden. Solange es in Deutschland keine international wettbewerbsfähigen Energiepreise gebe, müssten die Entlastungsregelungen für die energieintensive Produktion erhalten bleiben, so der VCI.

Kurfassung der Studie Chemie 2030

Artikel über die VCI-Mitgliederversammlung

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