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Smart Sensor

Quantensprung für Niederspannungsmotoren

| Redakteur: Gerd Kielburger

Mit der Remote Condition Monitoring-Lösung Ability Smart Sensor kann der Anwender über ein Smartphone oder ein spezielles Internetportal den Zustand der Niederspannungsmotoren überprüfen.
Mit der Remote Condition Monitoring-Lösung Ability Smart Sensor kann der Anwender über ein Smartphone oder ein spezielles Internetportal den Zustand der Niederspannungsmotoren überprüfen. (Bild: ABB)

Eine intelligente Sensor-Technologie von ABB zur Zustandsüberwachung könnte Millionen von Niederspannungsmotoren für Pumpen und andere Aggregate in smarte, vernetzte Maschinen verwandeln.

Der Ability Smart Sensor ist eine Remote Condition Monitoring-Lösung, mit der die Anwender über ein Smartphone oder ein spezielles Internetportal den Zustand ihrer Niederspannungsmotoren überprüfen können. Der kompakte Sensor von der Größe eines Smartphones kann an den Motoren zahlreicher Hersteller angebracht werden, um die Betriebs- und Leistungsdaten zu erfassen. Die Daten werden an die Cloud übertragen und zu verwertbaren Informationen über den Zustand und die Leistung des Motors verarbeitet. Diese Informationen werden dem Anwender in einem leicht verständlichen Format zur Verfügung gestellt. Die Lösung ermöglicht eine vorausschauende Analyse, die die Verfügbarkeit erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch senken kann.

Sensoren lösen Probleme

Um ein typisches Beispiel zu nennen: In einer Chemieanlage in Deutschland hatte ein Sensor angezeigt, dass ein Pumpenmotor bei jedem Start mit Überlast lief. Der Grund war der fehlerhafte Betrieb eines Ventils, der einen hohen Druck im System verursachte und Pumpe und Dichtungen enorm belastete. Im Rahmen der regelmäßigen Anlagenwartung hätte man dies nicht erkannt. In vielen anderen Fällen haben Sensoren frühzeitig vor Lagerproblemen gewarnt, sodass die Motoren rechtzeitig vor einem Ausfall ausgetauscht werden konnten.

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„Anlagenbetreiber können damit die Wartung für ihre Motoren effektiv planen, ihre Betriebseffizienz beurteilen und kostenintensive Stillstandszeiten verhindern. Bei ABB ist man überzeugt, dass diese Lösung nicht nur Wartungskonzepte verändern wird, sondern für Anwender auch einen Mehrwert schafft.

Es wird erwartet, dass mittels vorausschauender Wartung auf Basis der Sensordaten Stillstandszeiten um bis zu 70 Prozent reduziert, die Motorlebensdauer um bis zu 30 Prozent verlängert und der Energieverbrauch um bis zu 10 Prozent gesenkt werden können. Die Sensoren können laut ABB bei neuen Motoren im Werk montiert oder bei bereits installierten Motoren in wenigen Minuten nachgerüstet werden. sind sowohl für Motoren von ABB als auch von Fremdanbietern erhältlich.

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Die Sensoren der ersten Generation sind CE-zertifiziert und mit den Asynchronmotoren für direkten Netzanschluss (S1-Betrieb) und den Einsatz in sicheren Bereichen kompatibel, ABB IEC-Baugrößen 160-450 und ABB NEMA-Baugrößen 140-449. Der Sensor ist schnell montiert, da keine zusätzliche Verdrahtung oder Bearbeitung notwendig ist. Die Überwachungsfunktionalität wird zunächst den Lagerzustand, Vibrationen, die Oberflächentemperatur, Drehzahl, Einspeisefrequenz und Anzahl der Starts umfassen. Bei künftigen Versionen wird der Funktionsumfang erweitert, und in Q3 2017 wird voraussichtlich die Energieverbrauchsüberwachung ergänzt. Durch eine Firmware-Aktualisierung werden auch bereits installierte Sensoren um diese Funktion erweitert. Bei den ersten Systemen erfolgt die Datenübertragung per Smartphone-App. Im Laufe des Jahres 2017 wird auch ein Gateway für das automatische Hochladen der Daten zur Verfügung stehen.

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