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Dosiersysteme

Prozessdosierpumpen sind das Herz von Dosiersystemen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Michael Birmelin / Dr. Jörg Kempf

Beispiel Wasseraufbereitung

Auf eine hohe Dosiergenauigkeit kommt es auch bei der Speise- und Kühlwasseraufbereitung in der Energieerzeugung an. In der Kleinstadt Pesquería, im Nordosten Mexikos entsteht seit Anfang 2014 eines der größten kombinierten Gas- und Dampfkraftwerke Mexikos: Drei Gasturbinen und eine Dampfturbine sollen ab 2017 zwei Stahlwerke mit rund 900 Megawatt versorgen.

Zur Aufbereitung der großen Mengen an Roh-, Prozess- und Kühlwasser benötigt man 17 Dosieranlagen. Sie sollen die anfallenden Wässer mit Zusätzen versorgen, um die definierte Wasserqualität zu gewährleisten. Die Anlagen mussten die hohen Qualitätsstandards der mexikanischen Behörden erfüllen. Prominent fertigte und lieferte alle 17 stationären plattenmontierten Dosieranlagen, komplett mit Dosierpumpen, Sensoren, Regelungstechnik, Tanks und Anschlussboxen.

Die Anlagen dosieren verschiedene Chemikalien zur Aufbereitung des Speisewassers und des Kühlwassers in unterschiedlichen Systemen. Insgesamt wurden 70 Hydraulik-Membrandosierpumpen Orlita MFS und 18 Hydraulik-Membrandosierpumpen Hydro 2 verbaut, die in ihrem jeweiligen Einsatzfeld sämtliche Anforderungen an Drücke, Durchflüsse, Beständigkeit und Dichtigkeit erfüllen.

Fazit

Die aufgeführten Beispiele verdeutlichen, dass moderne Prozess-Dosierpumpen und Dosiersysteme den harten Bedingungen, wie sie in der Chemie und Petrochemie vorherrschen, gerecht werden und eine hohe Betriebssicherheit gewährleisten.

Gleichzeitig stellen sie dank ihrer langen Lebensdauer eine hohe Verfügbarkeit sicher. Ihre Funktionsweise reduziert den Energiebedarf auf ein Minimum. Bruchsensierende Pumpen- und Trennmembranen sowie zuverlässige Fehlererkennungsmechanismen sorgen dafür, dass selbst im Schadensfall keine Chemikalien an die Umwelt gelangen. Der Chemikalienverbrauch wird durch eine genaue und bedarfsgesteuerte Dosierung auf das Nötigste reduziert.

Die Betreiber profitieren in mehrfacher Hinsicht: Kostenreduzierung durch minimalen Chemikalienverbrauch sowie die Beibehaltung eines konstant hohen Wirkungsgrades der Anlage. Die geringeren Mengen und der reduzierte Energieaufwand entlasten die Umwelt.

* Der Autor ist Marketing-Redakteur bei der Prominent GmbH, Heidelberg.

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