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pH-Messung

TÜV-zugelassene SIL-2-Analysenmessstelle für die pH-Messung

| Redakteur: Jörg Kempf

SIL (Safety Integrity Level) – das bedeutet Risikoreduzierung auf ein tolerierbares Niveau durch Fehlervermeidung und Fehlerkontrolle. SIL-Instrumentierung ist folglich ein bedeutender Beitrag zur Sicherheit für Personal, Prozesse, Anlagen und die Umwelt. Die weltweit erste TÜV-zugelassene SIL-2-Analysenmessstelle für die pH-Messung bietet diese Sicherheit.

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Der Memosens-Stecker ermöglicht die induktive, kontaktlose und leicht zu bedienende Verbindung zwischen Sensor und Kabel. (Bild: Endress+Hauser)
Der Memosens-Stecker ermöglicht die induktive, kontaktlose und leicht zu bedienende Verbindung zwischen Sensor und Kabel. (Bild: Endress+Hauser)

Neue Maßstäbe setzen – dies ist der Anspruch des Dream-Teams Memosens und Liquiline. Denn die SIL-Zulassung des TÜV stellt signifikant höhere Ansprüche an das Messequipment als SIL über Betriebsbewährung zu erreichen. Die SIL-2-pH-Messstelle wurde nicht nur nach der IEC 61508 entwickelt, sie erfüllt schon jetzt die vom Normenausschuss favorisierten anstehenden Änderungen und ist damit für die Zukunft bestens aufgestellt.

Die Messstelle besteht aus drei Teilen: Dem Memosens pH-Glassensor Orbisint CPS11D, dem Memosens-Kabel CYK10 und dem Transmitter Liquiline M CM42. Der TÜV Süd hat dieser Konfiguration die SIL-2-Fähigkeit und die vollständige Entwicklung konform zur IEC 61508 bestätigt. Damit ist die gesamte pH-Messstelle gemäss SIL-2 in einer Schutzfunktion einer Anlage einsetzbar, z.B. in einer PLT-Schutzeinrichtung oder einer Qualitäts-Messstelle. Die Zulassung ist ein vollständiger Nachweis nach IEC 61508. Dies betrifft alle benutzten Teil-Systeme und auch alle verwendeten Kommunikations-Protokolle. Es wurden dafür folgende Nachweise geführt:

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  • Fähigkeit der Hardware bezüglich SIL-2,
  • Konformität des Sicherheits-Managements zur IEC 61508,
  • alle für die Zulassung notwendigen Nachweise bezüglich der Entwicklung des Systems, insbesondere der Software.

Dies ist damit auch im Sinne der zukünftigen Ausgabe der IEC 61508, die das Argument der Betriebsbewährung explizit aufgreift und deren Schwierigkeiten im Vergleich zu einer Vollzulassung verdeutlicht. Die Verbindung zwischen Memosens-Sensor und Transmitter wird dabei durch das Memosens Protokoll V1.0 hergestellt. Das Protokoll wurde im Rahmen der Messstellen-Zulassung durch den TÜV Süd als sicheres Protokoll für Anwendungen bis zu SIL-3 bestätigt.

Da die Zulassungen sowohl für die Einzelgeräte als auch für die gesamte Messstelle vorhanden sind, kann der Kunde entweder die gesamte Messstelle direkt benutzen, oder aber nur Teile davon in Verbindung mit anderen zugelassenen Teilsystemen einsetzen.

Die im Folgenden beschriebenen Informationen gelten immer ohne Berücksichtigung des speziellen Prozesses der Anlage. Dieser hat großen Einfluss auf die Ausfallrate des Sensorelementes, da das Medium in direktem chemischen Kontakt zum Sensorelement steht. Das Sensorelement selbst ist keine elektronische Komponente und entzieht sich somit der direkten Betrachtung durch die IEC 61508. Um die Kunden trotzdem zu unterstützen hat Endress+Hauser ein Verfahren entwickelt, wie man eine FMEDA (Failure Mode Effects and Diagnostic Analysis) konform zur IEC 61508 für das Sensorelement in beliebigen Prozess-Medien durchführen kann (siehe Ergänzendes zum Thema).

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