Worldwide China Indien

Prozessanalyse: Endress+Hauser in Korea

Prozessanalyse im Gangnam-Style: Von der Werft bis Life Science

| Autor / Redakteur: Dominik Stephan* / Dominik Stephan

Mit Biotech und GMOs steht der Marktführer für Consumer-Elektronik beispielhaft für den Wandel der koreanischen Industrie durch Innovation, vom Fließband zum Labor, vom Labor in den Prozess. Auch Endress+Hauser Korea erzielt den Löwenanteil seiner Verkäufe (insgesamt 62 700 Millionen Wong) mit Aufträgen für die Chemie (23 %), Schiffbau (19 %) oder als Zulieferer der Consumer-Branchen.

Besonders die Ausrüstung der schwimmenden Raffinerie Pazflor mit 1200 Messgeräten sorgte in der Branche für Aufsehen. Immerhin geht es um eine 220 000-Barrel/Tag-Anlage auf hoher See.

Von Werft bis Life Sciences

Vor der Küste Angolas vermuten Rohstoffexperte 85 Milliarden Barrel Rohöl. Doch vergrabene Schätze haben ihre Tücken – und dieser ist besonders unzugänglich: Er liegt Tiefen zwischen 600 und 1200 Metern unter der Oberfläche des Südatlantiks. Der Aufwand, in dieser Tiefe nach Öl zu bohren, ist erheblich: Da das Feld weitab vom Festland liegt, erfolgt bereits die Verarbeitung auf See.

Floating Production, Storage and Offloading Units (FPSO) heißen die gewaltigen schwimmenden Fabriken, die selbst Flugzeugträger überragen. Die Pazflor-FPSO ist mit 325 Metern Länge, 120 000 Tonnen Verdrängungen und Lagerkapazitäten für 1,9 Millionen Barrel Öl eines der größten Schiffe der Welt. Gebaut wurde die Mega-Plattform bei Daewoo Shipbuilding, der drittgrößten Werft Koreas. Für den „Durchblick“ in den Kesseln aber sorgt Technologie von Endress+Hauser.

Größen-Weltmeister ist die Plant Two genannte Produktionsanlage in Incheon mit einem Reaktorvolumen von 152 000 Litern, die 2015 in Betrieb ging.
Größen-Weltmeister ist die Plant Two genannte Produktionsanlage in Incheon mit einem Reaktorvolumen von 152 000 Litern, die 2015 in Betrieb ging. (Bild: PROCESS)

Und das an einem der kritischsten Prozesse: Denn das Rohöl ist mit Wasser, Sand und Erdgas versetzt, welche in großen Separationskesseln abgetrennt werden müssen – doch die Trennschicht zwischen Öl und Wasser ist von außen kaum auszumachen. Hier kommt die radiometrische Füllstandmessung Profile Vision von E+H ins Spiel: Durch die Erfassung der Dichte ermöglicht sie ein dreidimensionales Abbild des Be­hälterinneren für maximale Trennschärfe. Das ist wichtig, da Wasser bei der Verarbeitung stören – oder, noch schlimmer, Öl mit dem Wasser abgeschieden werden könnte.

Ergänzendes zum Thema
 
Mit Service punkten

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44870755 / Automatisierung)