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Fraunhofer IWS und IABG

Projekt piano zur Erzeugung von Nanopartikeln im großtechnischen Maßstab gestartet

| Redakteur: Andreas Mühlbauer

Das Fraunhofer IWS Dresden und die IABG haben ihre von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) geförderten Aktivitäten im Bereich Nanopartikel mit dem Projektvorhaben „piano“ (pulverförmige nanoskalige Feststoffe) gestartet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung der Grundlage zur großtechnischen Herstellung von Nanopartikeln.

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( Archiv: Vogel Business Media )

In diesem auf drei Jahre angelegten Verbundprojekt soll der Sprung von der Erzeugung von Nanopartikeln im derzeitigen Labormaßstab hin zu einer hocheffizienten und flexiblen großtechnischen Bereitstellung vollzogen werden. Parallel dazu wird ein aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem von Prozess- und Qualitätsüberwachung entwickelt. Im Fokus dieses Projektes steht also nicht die Entwicklung neuer Materialsysteme, sondern die Entwicklung der Grundlage zur großtechnischen Herstellung der an anderer Stelle entwickelten Materialien.

Basierend auf neuer Atmosphärendruck-Plasmatechnologie (ADP-Technologie) soll die Möglichkeit einer Aufskalierung des Prozesses erforscht werden. Auf die Anwendung und Entwicklung dieser Technologie ist das Fraunhofer IWS seit vielen Jahren fokussiert. Die IABG bringt dabei auch ihre Kompetenz im professionellen Prozessanlagenbau ein.

Leistungsfähigere mobile Energiespeicher durch Nanopartikel

Das angewandte Prinzip der Edelgaskondensation ist seit den 1960er Jahren bekannt. Das Ausgangsmaterial wird mit einem geeigneten Prozess verdampft und die nachfolgende rasche Abkühlung in einem Kühlgasstrom führt dazu, dass das verdampfte Material zu Nanopartikeln kondensiert. In diesem Projekt soll das Material mit Hilfe der neuen ADP-Technologie verdampft werden. Da in der Plasmazone extrem hohe Temperaturen herrschen, mit denen sich nahezu beliebige Ausgangsmaterialien verdampfen lassen, ergeben sich große Freiheiten bei der Materialwahl. Zudem wird sich durch Veränderung der Abkühlparameter der Durchmesser der Nanopartikel je nach gefordertem Einsatzzweck einstellen lassen.

Auf diese Weise sollen zum Beispiel Nanopartikel aus Silizium hergestellt werden. Von deren Anwendung als kapazitätssteigernder Batteriezusatz versprechen sich die Projektpartner einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung leistungsfähiger mobiler Energiespeicher.

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