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„Nachhaltiges Medikamentendesign“ / Wasserqualität Projekt für biologischen Abbau von Arzneimitteln ausgezeichnet

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Bakterien sollen Arzneimittelrückstände in der Natur abbauen. Die Leuphana Universität Lüneburg ist für dieses Projekt im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2017“ unter mehr als 1000 Bewerbern als einer von 100 Preisträgern ausgewählt worden.

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Grüne Chemie für sauberes Wasser? Ein Professor der Uni Lüneburg will Arzneimittel in der Umwelt mithilfe von Bakterien abbauen.
Grüne Chemie für sauberes Wasser? Ein Professor der Uni Lüneburg will Arzneimittel in der Umwelt mithilfe von Bakterien abbauen.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Lüneburg – Zum diesjährigen Wettbewerbsthema „Offen denken – damit sich Neues entfalten kann“ lieferte das von Professor Dr. Klaus Kümmerer geleitete Projekt „Nachhaltiges Medikamentendesign“ Ideen zur Erzeugung biologisch abbaubarerer Arneimittel. Die Leuphana konnte damit bereits die neunte Auszeichnung in Folge verbuchen.

Ob Hormone, Antibiotika oder Schmerzmittel: In Flüssen, Bächen und Seen finden sich Rückstände von Medikamenten, die der Gesundheit von Menschen und Tieren schaden können. Das Institut für nachhaltige Chemie und Umweltchemie der Universität Lüneburg forscht deshalb an einer Methode, die es möglich macht, dass Antibiotika und andere Arzneimittel von Bakterien in der Umwelt abgebaut werden, nachdem sie den Körper des Patienten verlassen haben. Auf diese Weise erschließt das Verfahren neue Wege, um beispielsweise Antibiotikaresistenzen einzudämmen.

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Computergestützte Verfahren für passende Molekülvarianten

Mithilfe von 3-D-Modellen und computergestützten Verfahren erstellen die Wissenschaftler passende Molekülvarianten, die anschließend hergestellt und getestet werden.

Professor Kümmerer ist für seine Forschungen in der Vergangenheit schon mehrfach ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt er 2015 den Wasser-Ressourcenpreis der Kurt-Rüdiger-Bode Stiftung.

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