Profibus-Nutzerorganisation (PNO) - Endress+Hauser Process Solutions

Profibus PA optimiert Lebenszyklus der Feldgeräte

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Hiermit bereitet das PA-Profil 3.02 eine neue Qualität zur Vereinfachung der Geräteintegration. Die herstellerübergreifende Implementierung eines proaktiven Umgangs mit weiterentwickelten Gerätevarianten zeichnet Profibus PA als einzige Kommunikationstechnologie aus, die diese wichtige Anforderung des Marktes standardisiert.

Abbildung spezifischer Diagnoseinformation auf herstellerunabhängige Kategorien (NE107) (Archiv: Vogel Business Media)

Eine Vereinfachung der Geräteintegration ergibt sich auch durch die verpflichtende Abbildung der Diagnoseinformationen eines PA-Feldgeräts auf die herstellerübergreifenden Kategorien der NE107. Dies ist eigentlich schon ein „alter Hut“ für PA (2005), wird jedoch durch die verpflichtende Implementierung in 3.02 die Marktdurchdringung in Produkten noch beschleunigen. Hierbei erfolgt die Abbildung der herstellerspezifischen Diagnoseinformationen durch den Hersteller bereits im Feldgerät, so dass lediglich die standardisierten Informationen in das übergeordnete System (z.B. PLS, Instandhaltungssystem) integriert werden müssen. Bei einem Gerätetausch ergeben sich somit keine Aufwendungen durch Änderungen der integrierten Diagnoseinformationen.

Übertragungszeit der Parameter optimiert

Ein weiteres Herausstellungsmerkmal von Profibus PA gegenüber gängigen Feldbussen der Prozessautomatisierung ist die Optimierung der Übertragungszeit für den Up/Download von Parametern: Je nach Phase im Lebenszyklus eines Feldgerätes müssen verschiedene Mengen von Daten übertragen werden. So muss bei der Inbetriebnahme der größte Teil der Parameter angepasst werden, ein Teil bei evtl. Wartungsmaßnahmen und wiederum ein Großteil bei einem Gerätetausch. Je nach Funktionalität der Geräte sind 300 Parameter keine Seltenheit, so dass die Übertragungszeit der Parameter an Bedeutung wächst.

Das neue PA-Profil 3.02 optimiert die Übertragung durch die Gruppierung von Parametern und einen vereinfachten und effizienten Zugriff. Hierdurch lassen sich die Übertragungszeiten um ein Vielfaches (je nach Datenmenge fünf bis zehnfach) verringern. Der standardisierte Übertragungsmechanismus hat auch den Vorteil eines verbesserten Konsistenzchecks bzgl. Abhängigkeiten von Parametern untereinander (z.B. Maßeinheit, Grenzwerte von Parametern).

Zertifizierte Geräte – übersichtlich dargestellt

Die übersichtliche Darstellung von zertifizierten Geräten und der vereinfachte Zugang zu deren Beschreibungsdateien ist ein weiteres Mittel zur Vereinfachung der Geräteintegration. Hier bietet die Profibus Nutzerorganisation (PNO) auf ihrer Webseite eine übersichtliche Darstellung von Geräten, die den strengen Qualitätsrichtlinien der Zertifizierungslabore genügen.

Prinzip des Device Driver Viewers: Durch Browsen oder direkte Eingabe der Seriennummer kann die optimale Gerätebeschreibung ermittelt werden (Archiv: Vogel Business Media)

Auch von Herstellerseite sind einfache Zugangsmöglichkeiten zu Gerätebeschreibungsdateien verfügbar. So ist z.B. der „Device Driver Viewer“ von Endress+Hauser eine Web-basierte Applikation, die auf Basis der Seriennummer eines individuellen Feldgerätes das für ein bestimmtes Leitsystem optimale Integrationsobjekt (Dokumente, Treiber etc.) bereitstellt.

Basis hierfür ist die Endress+Hauser Datenbank w@m (web enabled asset management), in der für alle produzierten Geräte u.a. alle integrationsrelevanten Objekte eines Feldgerätes (Eigenschaften, Dokumente, Treiber etc.) abgelegt und über des Lebenszyklus des Gerätes aktuell gehalten werden.

Im Vorfeld der Spezifikationsarbeiten zu PA 3.02 wurden intensive Gespräche mit Anwendern in der Prozessautomatisierung geführt, wesentliche Neuerungen begleitend diskutiert und zusätzliche Anforderungen aufgenommen. Profibus PA setzt mit Profil 3.02 neue Maßstäbe für die Umsetzung von Anwenderanforderungen zur Geräteintegration. Relevant für die industrielle Praxis ist insbesondere die Verfügbarkeit von Produkten. Hier erfolgt eine Umsetzung des Profils sehr schnell: erste Produkte auf Basis von Profil 3.02 werden bereits 2009 im Markt erwartet.

Der Zugang zu Gerätebeschreibungsdateien ist ein weiterer Schlüssel zu einer vereinfachten Geräteintegration. Auch hier belegen die Maßnahmen der PI und der Gerätehersteller die konsequente Umsetzung von Anwenderanforderungen an die Geräteintegration für die Feldbustechnologie.

Halle 10.2, Stand K44-N45

Dr. Jochen Müller, Endress+Hauser Process Solutions AG

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