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Weltgrößter Gasekonzern Praxair-Aktionäre stimmen Zusammenschluss mit Linde zu

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Die Aktionäre von Praxair haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung mit 83 % dem Zusammenschluss von Praxair und Linde zugestimmt. Damit ist eine wesentliche Bedingung für den Vollzug der Transaktion erreicht.

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Linde geht davon aus, dass die Fusion mit Praxair im zweiten Halbjahr 2018 vollzogen werden kann.
Linde geht davon aus, dass die Fusion mit Praxair im zweiten Halbjahr 2018 vollzogen werden kann.
(Bild: Linde)

München – Eine weitere Bedingung ist die Annahme des Tauschangebots der Linde plc vom 15. August 2017 für mindestens 75 % der ausstehenden Linde AG-Aktien. Weitere Bedingungen sind etwa der Erhalt kartellbehördlicher Genehmigungen und regulatorischer Freigaben. Praxair und Linde erwarten, dass der Zusammenschluss in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 vollzogen wird.

Nach einem missglückten ersten Fusionsversuch und monatelangem Tauziehen setzte sich Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle mit seinem Fusionsvorhaben durch: Gegen den Zusammenschluss mit dem amerikanischen Unternehmen Praxair hatten Arbeitnehmervertreter und Politiker zuvor noch heftig protestiert. Sie fürchten Standortschließungen und Verlust von Arbeitsplätzen. Durch die Fusion würde der weltgrößte Gasekonzern entstehen, der Airliquide vom Thron stürzt. Das französische Unternehmen hatte 2016 Linde durch die Übernahme von Airgas von der Spitzenposition verdrängt.

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